„Scheidung“ für Bauhof und Wertstoff sowie Standortfrage

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Werne. Zuwenig Platz, eine lange Mängelliste, 77 Empfehlungen und die Standortfrage: Das sind die Ergebnisse einer Organisationsuntersuchung, die die Kommunal Agentur NRW für den gemeinsamen Standort von Baubetriebshof und Werkstoffhof am Südring erarbeitet hat.

Hintergrund ist die politisch gewünschte strategische Neuausrichtung der Anlage. Sie ist am 14. März 2023 Thema im Betriebsausschuss der Kommunalbetriebs Werne (17.30 Uhr, kleiner Sitzungsraum EG Stadthaus).

Bereits im September 2021 hatte die Politik die Untersuchung auf den Weg gebracht, zunächst noch mit dem Ziel, Potenziale des Baubetriebshofs zu ermitteln. Doch der Ende November 2022 vorgestellte Projektbericht der Kommunal Agentur NRW empfiehlt nun, vor einer kleinteiligeren neuen Ausrichtung zunächst wichtige Grundsatzfragen zu klären. Im Vordergrund dabei: Die Trennung von Baubetriebshof und Wertstoffhof. Die Erkenntnisse der Untersuchung sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, heißt es im Beschlussvorschlag.

Insbesondere die Standortfrage, die Trennung von Wertstoffhof und Bauhof und eine mögliche Privatisierung wurden von der Kommunal Agentur als wichtige Bausteine identifiziert. Diese solle die Verwaltung bearbeiten, bevor man weitere Meilensteine angehen könne.

Im Projektbericht heißt es dazu: „Die Arbeitsprozesse des Baubetriebshofs und der Kundenverkehr haben hier zahlreiche Schnittstellen und Berührungspunkte. Dies führt gerade während der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes zu Problemen bei den Arbeitsabläufen des Baubetriebshofs und der Nutzung des Wertstoffhofes.“

Diese Situation sei sowohl für den Baubetriebshof als auch für die Kunden/Bürger durchgängig als nicht zufriedenstellend beschrieben worden. Auch der Wertstoffhof biete schon seit Jahren Anlass für Unzufriedenheit und Beschwerden.

Bei der Neuausrichtung des Baubetriebshofes in Werne wartet eine Menge Arbeit auf alle Beteiligten. Foto: Wagner
Der Baubetriebshof in Werne. Archivfoto: Wagner

Die Mängelliste ist lang: Mangelnder Kundenservice, sehr begrenzte Öffnungszeiten, Zufahrt aus zwei Richtungen (Rückstau/Wartezeiten), Kasse nicht in Fahrtrichtung, schlechte Verkehrsführung (Engstellen, Einsehbarkeit, Unfallgefahr), Einfahrt ist auch Ausfahrt (…), schwierige Entsorgung (z. B. hohe Container), schwere Fahrzeuge/Verkehr auf dem Gelände, viele Haltepunkte.

Der Standort sei nicht geeignet, einen Wertstoffhof mit einer separaten Einfahrt und einem eigenen Bereich zu gewährleisten. In dem jetzt gelebten Provisorium seien die Anforderungen an einen kundenfreundlichen Wertstoffhof nicht zu erreichen, lautet das Fazit.

Angesichts der erheblichen Probleme kommt die Kommunal Agentur NRW zu dem Schluss, dass für den Wertstoffhof ein Alternative gefunden werden sollte und empfiehlt drei Lösungen:

1. Eigener Wertstoffhof an einem anderen Standort
2. Umzug des Baubetriebshofes mit oder ohne Wertstoffhof
3. Privatisierung

Vorgeschlagen werde, die Organisation des Wertstoffhofes vom Baubetriebshof zu trennen
und die Prüfung des Betriebes unter Einbeziehung externer Dienstleister zu intensivieren, heißt es in der Sitzungsvorlage des Betriebsausschusses.

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