Freitag, Oktober 7, 2022

Surfpark in Werne: Baubeginn des ersten Beckens in einem Jahr

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Wer­ne. Mit dem För­der­be­scheid von 1,5 Mil­lio­nen Euro vom Mai im Rücken nimmt das Dop­pel­pro­jekt SCNCWAVE und SURFWRLD auf der Zechen­bra­che in Wer­ne wei­ter Fahrt auf.

Den Bau­be­ginn des For­schungs­teils setz­te Pro­jekt­ent­wick­ler Dr. Micha­el Dete­ring für Sep­tem­ber 2023 und die ange­streb­te Betriebs­auf­nah­me für Okto­ber 2024 auf die Zeit­schie­ne. Der Regel­be­trieb sol­le 2025 fol­gen, berich­te­te der Geschäfts­füh­rer der SW GmbH & Co. KG. in die­ser Woche im Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung, Pla­nung und Wirtschaftsförderung.

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Pro­jekt­bü­ro öff­net in der Steinstraße

Im Okto­ber bekommt das Pro­jekt­bü­ro in der Stein­stra­ße 35 (zuvor Deut­sche Bank) eine fes­te Adres­se. Als Unter­mie­ter des Immo­bi­li­en-Ent­wick­lers Haus­ge­sucht GmbH wird hier die Pro­jekt­pla­nung ein­zie­hen. Für rund zwei Jah­re wer­den zunächst vier und spä­ter acht Arbeits­plät­ze ein­ge­rich­tet, bevor man dann zum eige­nen Stand­ort wechselt.

Ver­kehrs­an­bin­dung, Par­ken und mehr

Etwa 85 Pro­zent der Besu­cher wer­den das Gelän­de nahe der Kamener Stra­ße mit dem Auto, zehn Pro­zent mit dem Fahr­rad und fünf Pro­zent zu Fuß ansteu­ern, schätz­te der Pro­jekt­ent­wick­ler ein. Für die Zufahrt gegen­über dem Süd­ring wer­de der in Wer­ne lan­ge gewünsch­te Kreis­ver­kehr anfal­len, bemerk­te Adel­heid Hau­s­chopp-Francke. Die Anbin­dung an die Wer­ner Innen­stadt müs­se man des­halb opti­mie­ren, sag­te sie und lob­te das „fan­tas­ti­sche Projekt“.

300 Park­plät­zen für Besu­cher und 30 für die Beschäf­tig­ten sind vor­ge­se­hen, fer­ner fünf Park­plät­ze für Bus­se sowie 20 Stell­plät­ze für Wohn­mo­bi­le (plus 49 auf der Hal­de) und eine Sani­tär­an­la­ge. Cam­ping wer­de aber nicht mög­lich sein, beton­te Dete­ring. Auf Reser­ve­flä­chen sei Platz für 150 Pkw oder ande­re Fahr­zeu­ge. Etwa 20 (plus 30) E‑Ladesäulen sor­gen für Strom­nach­schub für E‑Fahrzeuge. Fer­ner wer­de es zahl­rei­che Rad­stän­der geben.

Becken­di­men­si­on, For­schung, Energiekonzept

Die Grö­ße des For­schungs­be­ckens beträgt 8.640 Kubik­me­ter. Die Erst­be­fül­lung wird sechs Tage dau­ern. Danach wird das Becken ein­mal am Anfang und Ende der For­schungs­sai­son befüllt. Der Bau des zwei­ten Beckens fol­ge spä­ter, so kön­ne man dann noch Fein­jus­tie­run­gen vor­neh­men, hieß es. Die Was­ser­ge­win­nung geschieht über Ufer­fil­trat-Brun­nen. Ein zusätz­li­cher Pro­be­brun­nen misst das Grund­was­ser. Auf die Lip­pe habe die Ent­nah­me kei­nen Ein­fluss. „Das merkt der Fluss nicht.“

200 Mit­ar­bei­ter wer­den hier tätig sein und zwar dau­er­haft das gan­ze Jahr über, schil­der­te Micha­el Dete­ring. Im For­schungs­be­reich wer­de auch im Som­mer (bei­spiels­wei­se abends) geforscht oder es wür­den For­schungs­pro­jek­te vor­be­rei­tet. Das For­schungs­in­ter­es­se an der Anla­ge in Wer­ne ist groß. Es gehe im Was­ser­bau nicht ohne Natur­ver­su­che zu Fra­ge­stel­lun­gen wie Stark­re­gen oder kräf­ti­gem Wel­len­gang auf Off­shore-Wind­an­la­gen etc., erläu­ter­te der Inge­nieur. Die Gas­tro­no­mien des Surf­parks wer­den auch im Win­ter geöff­net sein. Dort wer­den unter ande­rem auch Tagun­gen stattfinden.

Beim ener­ge­ti­schen Kon­zept set­ze man auf eige­ne Ener­gie­er­zeu­gung, ant­wor­te­te Dr. Dete­ring auf Nach­fra­ge von Artur Rei­chert (FDP). Eigen­ver­brauch und Ein­spei­sung ins Netz wer­de bei 50:50 lie­gen. Mit der wirt­schaft­li­chen Eigen­erzeu­gung unter­schei­de man sich übri­gens von ande­ren Surf­parks. „In der Surf­sze­ne ist Wer­ne schon jetzt bekannt wie ein ‚bun­ter Hund’, die Bekannt­heit geht sprung­haft nach oben“, schloss er.

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