SPD Werne fordert: Zahlen nach Tarif

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Werne. Die SPD-Fraktion setzt sich weiter für tarifvertraglich abgesicherte Beschäftigung in allen Bereichen der Stadt Werne und ihrer Tochtergesellschaften ein.

In seiner Sitzung am 28. September möge der Stadtrat deshalb beschließen, dass künftig für alle Gesellschaften mit 100-prozentiger Beteiligung der Stadt Tarifverträge gelten solle. In einer Medienmitteilung begründet SPD-Fraktionschef Lars Hübchen die Forderung nach einem Grundsatzbeschluss.

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Für die Werne Marketing GmbH und die Natur-Solebad Werne GmbH, die derzeit nicht tarifgebunden seien, solle künftig der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) angewendet werden. Schon 2018 vor Start des neuen Solebades habe die SPD einen Versuch unternommen, die Geltung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu erreichen, sei aber im Stadtrat damit knapp gescheitert.

Rund vier Jahre später zeige sich nun, dass die Gesellschaft angesichts des bestehenden Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck gerate, weil es immer schwieriger werde, ausreichend viele gut qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

„Die Bindung an Tarifverträge ist für die SPD eine ganz grundlegende politische Frage. Für uns gilt, dass eine Stadt als Arbeitgeber nach Tarif bezahlen sollte. Das gilt auch für ihre städtische Unternehmen“, schreibt Hübchen.

Tarifverträge für Solebad und Werne Marketing

Deshalb setze sich die SPD dafür ein, dass auch die Beschäftigten im Solebad und in der Werne Marketing GmbH künftig nach dem TVöD bezahlt werden. Die öffentliche Hand habe hier Vorbildfunktion, macht er klar.

Zudem seien Tarifverträge auch ein Pfund, mit dem man wuchern könne. Insbesondere Dienstleistungsbetriebe merkten, dass es immer schwieriger werde, Personal zu gewinnen und auch zu halten. Da sei die Sicherheit durch von Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelte Tarifverträge ein wichtiges Argument. Das gelte für das Solebad genauso wie für die Werne Marketing GmbH.

Ulrich Höltmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied der Gesellschafterversammlung der Natur-Solebad Werne GmbH: „Viele Bäder suchen heute händeringend nach Personal. Fachangestellte und Meister für Bäderbetriebe können sich heute ihre Arbeitgeber aussuchen.“

Nach Angaben des Bundesverbands der Schwimmmeister schlössen in diesem Jahr in ganz NRW nur 160 Prüflinge ihre Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ab, so Höltmann weiter. „Viele unserer Konkurrenten können mit den Vorteilen von ordentlichen Tarifverträgen werben. Wenn man hier nicht gleichzieht, dann wird das Solebad kaum in der Lage sein, künftig noch ausreichend viel qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.“ Dies gelte umso mehr, als in den Nachbarstädten in nächster Zeit attraktive neue Bäder an den Markt kommen würden.

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