Samstag, Dezember 3, 2022

Schmeltzer: „Einsatz für die Menschen. Mit Erfahrung!“

Anzeige

Werne/Lünen. Der gelern­te Woh­nungs­wirt Rai­ner Schmeltzer (61) will für die SPD wie­der in den Land­tag von Nord­rhein-West­fa­len ein­zie­hen. 2000 kan­di­dier­te der Lüner erst­mals und gewann das Direkt­man­dat. Seit­dem schenk­ten ihm die Men­schen in sei­nem Wahl­kreis vier wei­te­re Male das Ver­trau­en. Im Herbst 2015 ernann­te ihn die dama­li­ge Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft zum Minis­ter für Arbeit, Inte­gra­ti­on und Sozia­les. Die­se Amts­zeit ende­te im Juni 2017.

Eini­ge Wochen vor der Land­tags­wahl am 15. Mai 2022 sprach WERN­Eplus mit Rai­ner Schmeltzer.

- Advertisement -

War­um soll­ten die Wähler/innen am 15. Mai Sie wäh­len. Wofür wer­den Sie sich beson­ders einsetzen?

Wir brau­chen drin­gend Ver­läss­lich­keit in der Bil­dungs­po­li­tik! Schu­len, Lehrer/innen, Eltern und vor allem Schüler/innen müs­sen drin­gend die Unter­stüt­zung erhal­ten, die sie benö­ti­gen. Rund 8.000 unbe­setz­te Lehrer/innenstellen sind eine Kata­stro­phe. Gera­de die Pan­de­mie hat gezeigt, dass Ent­schei­dun­gen so getrof­fen wer­den müs­sen, dass sie auch umge­setzt wer­den kön­nen. Es darf kei­ne Schul­mails mehr zum Wochen­en­de geben, die mon­tags nicht umge­setzt wer­den kön­nen. Das Fach SoWi muss wie­der ein­ge­führt wer­den. Wann, wenn nicht jetzt, in Zei­ten, in denen Rechts­ex­tre­mis­mus lei­der zunimmt, ist es rich­tig, die demo­kra­ti­schen Grund­la­gen zu leh­ren. Wir brau­chen drin­gend bezahl­ba­re Woh­nun­gen für die brei­ten Schich­ten der Bevöl­ke­rung. Die Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge gehö­ren gesetz­lich (!) abge­schafft. Mogel­pa­ckun­gen mit geän­der­ten För­der­richt­li­ni­en hel­fen nicht, son­dern nur eine kla­re gesetz­li­che Rege­lung. Die Dua­le Aus­bil­dung muss wie­der in den Fokus der Arbeits­markt­po­li­tik rücken. Die feh­len­den Fach­kräf­te von mor­gen müs­sen jetzt aus­ge­bil­det werden.

Wel­che Pro­jek­te lie­gen Ihnen direkt in Wer­ne am Her­zen, wel­che Pro­ble­me wol­len Sie ins­ge­samt in Ihrem Wahl­kreis angehen?

Die Punk­te zur ers­ten Fra­ge zäh­len natür­lich auch für Wer­ne dazu. Des Wei­te­ren gilt für Wer­ne – wie für alle Städ­te – dass die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der Stadt gesi­chert wer­den müs­sen. Die kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de haben zu Recht dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Städ­te finan­zi­ell am Limit sind. Die „Coro­na­hil­fen“ bür­den den Städ­ten ab 2025 neue Schul­den auf. Hier bedarf es schnel­ler Lösun­gen im Sin­ne der Städ­te – auch für Werne!

Das 5‑Stand­or­te-Pro­gramm, zu dem auch der Kreis Unna mit der Stadt Wer­ne gehört, bedarf einer inten­si­ve­ren Unter­stüt­zung der Gebiets­kör­per­schaf­ten durch das Land.

Stich­wort Erneu­er­ba­re Ener­gien: Wie kön­nen Sie hel­fen, dass das neue Was­ser­kraft­werk in Sto­ckum mög­lichst schnell Rea­li­tät wird?

Wir brau­chen drin­gend den Aus­bau der rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien. Ins­be­son­de­re bei der Wind­kraft (Rück­nah­me der 1.000-Abstandsgrenze) und der Solar­ener­gie (Solar­flä­chen auf die Dächer) müs­sen und kön­nen wir bes­ser wer­den. Man muss es nur wol­len. Auch die Was­ser­kraft gehört zu den rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien. Da, wo es recht­lich und öko­no­misch mög­lich ist, muss in einem ent­spre­chen­den Antrags- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, unter Hin­zu­zie­hung der Trä­ger öffent­li­cher Belan­ge, ent­spre­chend ent­schie­den werden.

Unter Han­ne­lo­re Kraft waren Sie schon Minis­ter. Haben Sie erneut Ambi­tio­nen, in einem mög­li­chen Kabi­nett unter Herrn Kutscha­ty zu arbeiten?

Eine akti­ve Betei­li­gung in einem Kabi­nett ist kein Wunsch­kon­zert. Nach einer erfolg­rei­chen Land­tags­wahl am 15. Mai wer­den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen geführt und anschlie­ßend wird – der dann hof­fent­lich gewähl­te – Minis­ter­prä­si­dent Tho­mas Kutscha­ty sein Kabi­nett vorstellen.

Sie sind schon vie­le Jah­re Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter. Wie schaf­fen Sie es, dass die Arbeit täg­lich span­nend bleibt und nicht zur Rou­ti­ne wird?

Solan­ge es bei den Men­schen Unge­rech­tig­keit gibt und aus mei­ner Sicht Mög­lich­kei­ten erkenn­bar vor­han­den sind, lohnt es sich dafür zu strei­ten und Mehr­hei­ten im Sin­ne der Men­schen her­bei­zu­füh­ren. Dafür bren­ne ich und dafür wer­de ich mich wei­ter­hin für Lünen, Selm und Wer­ne und die Men­schen in NRW ein­set­zen. Mit Erfahrung!

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Bücher zum Advent: Ein Weihnachtswunder gibt es hinter Türchen Nr. 3

Werne. WERNEplus und Bücher Beckmann öffnen vom 1. bis zum 24. Dezember ein Türchen am literarischen Adventskalender. Dahinter versteckt sich jeden Tag ein lesenswertes...

Abwasser und Müll: Gebühren steigen in Werne nur minimal

Werne. Gute Nachrichten aus dem Haupt- und Finanzausschuss: Die Menschen in Werne werden in 2023 bei den Gebühren für Abwasser und Müll kaum stärker...

Sportel-Sonntag des WSC: Familien haben Spaß an Bewegung

Werne. Rund 50 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter nutzten mit ihren Eltern und Großeltern am vergangenen Wochenende den 22. Familiensonntag des Werner Sportclubs zum...

Weihnachtskrippe ziert wieder den Museumsgarten in Werne

Werne. Im vorweihnachtlich geschmückten Museumsgarten bestaunten am Freitag, 2. Dezember 2022, viele kleine und große Besucher die Weihnachtskrippe mit ihren lebensgroßen Figuren. Sie freuten sich...