Donnerstag, Mai 19, 2022

Nutzung der Wasserkraft in Stockum – SPD Landeschef Kutschaty vor Ort

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Wer­ne-Sto­ckum. Die Plä­ne für eine Was­ser­kraft­an­la­ge und eine öko­lo­gi­schen Fisch­trep­pe in Sto­ckum lie­ßen sich am Grün­don­ners­tag die SPD-Wahl­kämp­fer Tho­mas Kutscha­ty, Spit­zen­kan­di­dat und Vor­sit­zen­der der NRW-SPD, und der hei­mi­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Rai­ner Schmel­zer auf dem Hof Rasche am Sand­bo­chu­mer Weg von Dr. Micha­el Dete­ring erläutern. 

Dete­ring ist Geschäfts­füh­rer der SW GmbH & Co.KG, die das Dop­pel­pro­jekt als Bau­herr und Betrei­ber ent­wi­ckeln will, und zugleich Trä­ger des geplan­ten Surf­parks auf der Indus­trie­bra­che der ehe­ma­li­gen Zeche Wer­ne ist. Die gewon­ne­ne Ener­gie aus Was­ser­kraft soll Teil des Ener­gie­kon­zep­tes der SCNCWAVE/SURFWRLD werden.

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Die Nut­zung der Was­ser­kraft als rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie­trä­ger zählt in der Lip­pe­stadt zu den Bau­stei­nen des Kli­ma­schutz­kon­zep­tes. Gleich­zei­tig soll mit dem Bau einer öko­lo­gi­schen Fisch­trep­pe das Durch­wan­dern der Fische fluss­auf­wärts mög­lich wer­den. Das bestehen­de Lip­pe­wehr bil­det bis dato eine Bar­rie­re. Zwar hat­te man bei Bau der vor­han­de­nen Wehr­an­la­ge 1926 einen Fisch­auf­stieg ein­ge­baut, der aber wegen eines zu stei­len Anstiegs sei­nen Zweck nicht erfüllte.

Von links: Lars Hüb­chen (Frak­ti­ons­chef der Wer­ner SPD), Rai­ner Schmeltzer (SPD-Kan­di­dat für den Land­tag), Lothar Christ, Tho­mas Kutscha­ty, Dr. Micha­el Dete­ring, Sieg­fried Scholz (Vor­sit­zen­der SPD-Orts­ver­ein) und Chris­ti­an Rasche. Foto: Gaby Brüg­ge­mann
 

Die Leis­tung der geplan­ten Was­ser­kraft­an­la­ge wer­de bei 400 Kilo­watt lie­gen, hör­ten Kutscha­ty und Schmel­zer zusam­men mit Land­rat Mario Löhr und Bür­ger­meis­ter Lothar Christ sowie Ver­tre­tern aus Par­tei und Frak­ti­on der SPD, die zum Orts­ter­min auf dem Hof Rasche gekom­men waren. Zum Ver­gleich: Die bestehen­de Klein­an­la­ge liegt bei einer Leis­tung von 45 Kilowattstunden.

„Das muss sich loh­nen“, bekräf­tig­te der Gast aus Düs­sel­dorf zur Leis­tungs­fä­hig­keit der Anla­ge nicht zuletzt auf die För­der­fä­hig­keit der Was­ser­kraft­an­la­ge. Das Pro­jekt müs­se dem Was­ser­recht genü­gen und sei mit den Fische­rei­ver­bän­den abzu­klä­ren. Das sei geneh­mi­gungs­tech­nisch nicht ganz ein­fach, merk­te er an. Auf Nach­fra­ge von Kutscha­ty bezif­fer­te Dete­ring die Kos­ten für Was­ser­kraft­werk und Fisch­trep­pe auf ins­ge­samt rund 3,5 Mil­lio­nen Euro.

„Die Ver­hält­nis­se hier sind gera­de­zu mus­ter­gül­tig“, ver­si­cher­te der Geschäfts­füh­rer SW-GmbH, dass durch den tech­ni­schen Ein­satz einer fisch­freund­li­chen Tur­bi­ne die rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­ge­win­nung und der öko­lo­gi­sche Nut­zen der Fisch­trep­pe Hand in Hand gehen kön­nen. Die Tur­bi­nen­tech­nik ermög­li­che rund 20 Fisch­ar­ten, dar­un­ter selbst grö­ße­re wie dem Karp­fen, beim Durch­wan­dern kei­nen Scha­den zu neh­men. Dies hät­ten umfang­rei­che Stu­di­en an 200 Tur­bi­nen die­ser Art belegt. Man müs­se über die Tur­bi­nen­tech­nik und somit über den öko­lo­gi­schen Mehr­wert auf­klä­ren, emp­fahl SPD-Rats­herr Sieg­fried Scholz.

„Der gleich­mä­ßi­ge Was­ser­stand der Lip­pe ist eben­so eine Beson­der­heit“, wies Micha­el Dete­ring auf einen wei­te­ren Stand­ort­vor­teil für Was­ser­kraft­nut­zung in Sto­ckum hin. Anders als bei Wind­kraft und Foto­vol­ta­ik lie­fe­re Was­ser­kraft zudem kon­stant Ener­gie. Eine Poten­zi­al­ana­ly­se zur Was­ser­kraft­nut­zung der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg habe die Ört­lich­keit bereits 2013 als Stand­ort iden­ti­fi­ziert. Bei Ver­sor­ger West­netz habe man bereits die Zustim­mung zur Netz­ein­spei­sung von Strom ein­ge­holt, ergänz­te er.

Für Wer­ne sei das Pro­jekt ein Big­point in Sachen rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­ge­win­nung und öko­lo­gi­scher Ver­bes­se­rung durch die Fisch­trep­pe, mach­te Bür­ger­meis­ter Lothar Christ deut­lich. „Sonst kön­nen wir die Kli­ma­schutz­zie­le nicht einhalten.“

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