Donnerstag, Mai 26, 2022

NRW-Landtag kippt Beitragspflicht für Straßenausbau

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Wer­ne. Die Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge für Bürger/innen in NRW wer­den fal­len. Der Land­tag von Nord­rhein-West­fa­len hat am 24. März 2022 einen Antrag der Regie­rungs­ko­ali­ti­on von CDU und FDP ange­nom­men, die Bürger/innen von der Bei­trags­pflicht zum Stra­ßen­aus­bau zu befreien.

Das teilt die NRW-Minis­te­rin und CDU-Land­tags­kan­di­da­tin im Wahl­kreis Unna II (Lünen, Selm und Wer­ne), Ina Schar­ren­bach, mit. Nun kön­ne die Lan­des­för­der­richt­li­nie geän­dert und mit den Städ­ten und Gemein­den das wei­te­re Ver­fah­ren zur Umset­zung bespro­chen wer­den. Die künf­ti­ge Gewäh­rung mög­li­cher Bewil­li­gun­gen wer­de dabei an ein zum 1. Janu­ar 2022 bestehen­des Stra­ßen- und Wege­kon­zept geknüpft, heißt es in der Mit­tei­lung. Zugleich pro­fi­tier­ten auch jene Bei­trags­pflich­ti­gen, die bereits durch das lan­des­ei­ge­ne För­der­pro­gramm von 2020 um die Hälf­te der zu zah­len­den Aus­bau­bei­trä­ge ent­las­tet wor­den seien.

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Hin­ter­grund: Zum 1. Janu­ar 2020 hat­te die NRW-Koali­ti­on das bis dato 51 Jah­re alte Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ent­schei­dend geän­dert: Neben einer früh­zei­ti­gen und ver­bind­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflicht der Städ­te und Gemein­den über geplan­te Stra­ßen­aus­bau­vor­ha­ben oder Unter­hal­tungs­maß­nah­men sei ein vor­aus­set­zungs­lo­ser Anspruch auf Raten­zah­lung, eine deut­li­che Absen­kung des Zins­sat­zes im Fal­le von Stun­dun­gen, Här­te­fall­re­ge­lun­gen sowie Rege­lun­gen für Ent­las­tun­gen bei bestimm­ten Grund­stü­cken geschaf­fen wor­den, erläu­tert dazu Ina Scharrenbach.

Wer­ne und Selm hät­ten von dem Lan­des­för­der­pro­gramm bis­her noch kei­nen Gebrauch gemacht. Anders in der Stadt Lünen. Hier sei­en Eigen­tü­mer von 280 Grund­stü­cken bis­her mit rund 58.000 Euro ent­las­tet worden.

In dem lan­des­ei­ge­nen För­der­pro­gramm zur Ent­las­tung der Grund­stücks­eig­ner stün­den jähr­lich 65 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung, bezif­fert Schar­ren­bach den För­der­um­fang. Nach andert­halb Jah­ren Pro­gramm­lauf­zeit sei­en 11,1 Mil­lio­nen Euro abge­ru­fen wor­den. Eigen­tü­mer von rund 5.000 Grund­stü­cken in NRW sei­en um die Hälf­te der zu zah­len­den Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge ent­las­tet wor­den. Zur Pla­nungs­si­cher­heit für Städ­ten und Gemein­den wol­le die Lan­des­re­gie­rung bis zum 30. Juni 2022 ein Kon­zept vor­le­gen, wie die Ver­pflich­tung zur Erhe­bung von Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen auf­ge­ge­ben wer­den könne.

Wer­ner FDP begrüßt Abschaffung

„Wir hof­fen auf eine gro­ße Ent­las­tung der Wer­ner Bür­ger, aktu­ell ins­be­son­de­re in Sto­ckum an der Knü­ven­stra­ße!“, so Artur Rei­chert, Orts­vor­sit­zen­der der FDP in Wer­ne, zur geplan­ten Klar­heit in Sachen Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge. Bereits im Jahr 2020 sei­en die Bei­trä­ge durch ein För­der­pro­gramm in NRW hal­biert wor­den. Die voll­stän­di­ge Abschaf­fung der Bei­trags­pflicht durch eine Ände­rung des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes (KAG) sor­ge nun für eine zusätz­li­che Ent­las­tung, begrüßt Rei­chert für die Libe­ra­len vor Ort den Schritt. 

Die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Clau­dia Lan­ge schließt sich an: „Wird die Stra­ße vor dem Haus aus­ge­baut und damit die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur ver­bes­sert, wer­den Eigentümer/innen fort­an nicht mehr an den Kos­ten beteiligt.“

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