Donnerstag, Mai 19, 2022

Nachfrage-Boom für Freiflächen-Photovoltaik in Werne

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Wer­ne. „Einen rasan­ten Auf­schwung“ erle­be der­zeit die Nach­fra­ge nach Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik rund um Wer­ne. Das berich­te­te der Dezer­nent für Stadt­pla­nung, Ralf Bül­te, im Aus­schuss für Umwelt­schutz, Mobi­li­tät und Kli­ma­schutz unter Punkt Mitteilungen.

Anders als PV-Anla­gen auf oder an Gebäu­den wer­den die­se auf dem Boden instal­liert. Der Stadt lägen Anfra­gen für Pro­jek­te mit einer Gesamt­leis­tung von 32,2 Mega­watt vor, schil­der­te er. Die Leis­tung ent­spre­che jener von acht gro­ßen Wind­kraft­an­la­gen, zog er den Ver­gleich. Und auch bei den in Rede ste­hen­den Flä­chen von ins­ge­samt 55,3 Hekt­ar sind die Dimen­sio­nen offen­bar beein­dru­ckend. So setz­te der Dezer­nent dazu die Gewer­be­flä­che von Ama­zon mit 24 Hekt­ar in Relation.

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„Da ist ein Unter­neh­men aus Bay­ern, das gegen­wär­tig Land­wir­te anspricht. Das ist in der Sache erst mal gut“, mein­te er mit Blick auf die Nut­zung Erneu­er­ba­rer Ener­gien. Anders als bei Wind­rä­dern aber, deren Anla­ge im Außen­be­reich pri­vi­le­giert sei, müss­ten für Anla­gen von Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik jeweils Bebau­ungs­plä­ne auf­ge­stellt wer­den. Dar­über habe die Stadt eine Steue­rungs­mög­lich­keit. Wirt­schaft­lich sei­en sol­che Anla­gen etwa ab einer Grö­ße von drei bis vier Hekt­ar, erläu­ter­te Bül­te. Auf den Flä­chen unter den Anla­gen sei bei­spiels­wei­se auch Land­wirt­schaft oder die Anla­ge von Blüh­wie­sen und somit eine Mehr­fach­nut­zung der Flä­chen möglich.

„Boden ist knapp“, kon­sta­tier­te er aber auch mit Blick auf eine gan­ze Rei­he von Fra­gen, die sich nicht zuletzt auf die genann­ten Dimen­sio­nen bezie­hen. So stün­den 80 Pro­zent der Außen­be­reichs­flä­chen rund um Wer­ne unter Land­schafts­schutz, gab er zu beden­ken. Da wer­de der Kreis Unna sicher­lich mit­re­den. Auch die Maß­ga­ben des Regio­nal­plans sei­en zu beachten.

Fra­gen zu einem mög­li­chen genos­sen­schaft­li­chen Betrieb der Anla­gen, zu einer Bür­ger­be­tei­li­gung oder zu den Gewer­be­steu­ern gel­te es eben­falls zu klä­ren. Letz­te­re wären bei einem Unter­neh­men, das nicht in Wer­ne ansäs­sig sei, dann nicht so bedeutend.

Die Anträ­ge von Fir­men zur Auf­stel­lung von Bebau­ungs­plä­nen wür­den wir prü­fen, das ist ein wich­ti­ges The­ma, ord­ne­te der Dezer­nent ein. „Da geht rich­tig was ab. Ich kann mir aber kaum vor­stel­len, dass um Wer­ne in zehn Jah­ren 50 Hekt­ar mit sol­chen Anla­gen bebaut sei­en wer­den“, schloss er.

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