Donnerstag, Mai 26, 2022

Impfzentrum Unna vergibt fälschungssichere Impfnachweise

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Kreis Unna. Eine neue Tech­no­lo­gie aus Holzwi­cke­de soll dazu bei­tra­gen, die Fäl­schungs­si­cher­heit von Impf­aus­wei­sen deut­lich zu erhö­hen. Dar­über berich­tet die Kreis-Pressestelle.

Als ers­tes ver­wen­det nun das Impf­zen­trum Unna den High­tech-Schutz aus der Regi­on test­wei­se: Dort wird neben den bis­her übli­chen Ein­trä­gen und dem Char­gen-Auf­kle­ber nun noch ein wei­te­res, fäl­schungs­si­che­res Spe­zi­al­e­ti­kett in den gel­ben Impf­pass geklebt. Mit einer spe­zi­el­len App könn­te bei einer Impf­pass­kon­trol­le im Restau­rant oder im Kon­zert kon­trol­liert wer­den, ob der Impf­schutz echt ist oder der Pass gefälscht.

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Noch ist das Zukunfts­mu­sik. Doch Apo­the­ken im Kreis betei­li­gen sich bereits dar­an, den beson­ders gesi­cher­ten Impf­aus­weis zu nut­zen: Sie unter­zie­hen ihn per App einem Fäl­schungs­check vor der Digi­ta­li­sie­rung des Impfstatus. 

„Auch wenn wir heu­te eher von Locke­run­gen spre­chen, bin ich über­zeugt, dass wir in Zukunft sol­che Tech­no­lo­gien brau­chen wer­den, um in einer Pan­de­mie sicher zu sein“, so Land­rat Mario Löhr. Er ließ sich in der Ringapo­the­ke Dr. Coen in Unna den neu­ar­ti­gen Fäl­schungs­schutz des Unter­neh­mens Sca­ni­fy aus Holzwi­cke­de erklä­ren. Sie ist eine der Apo­the­ken im Kreis, die mit Hil­fe einer neu­en App die Spe­zi­al­e­ti­ket­ten aus­le­sen und so die Echt­heit des Impf­aus­wei­ses zusätz­lich prü­fen können.

„Die Ver­wen­dung die­ser neu­en Tech­no­lo­gie für den Impf­nach­weis ist nur eine von vie­len Mög­lich­kei­ten der Nut­zung“, erläu­tert Löhr. Ihn freut es beson­ders, dass Idee und Umset­zung von einem Start-Up aus dem Kreis Unna ent­wi­ckelt wur­den: „Das belegt, wie attrak­tiv unse­re Regi­on für Fort­schritts­un­ter­neh­men ist.“

Die drei Geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ter Metin Duman, Prof. Dr. Jan Luc­car­da und Cüneyt Gökte­kin nen­nen ihr Pro­dukt „Sca­ni­fy Prin­tID“. Fäl­schungs­si­che­re Spe­zi­al­e­ti­ket­ten sind eine Anwen­dung. Doch es sind noch vie­le ande­re mög­lich. Die gehei­men Merk­ma­le zum Schutz vor Fäl­schung kön­nen grund­sätz­lich schon in Druck­da­ten inte­griert wer­den. Wenn dann Impf­stof­fe­ti­ket­ten oder Arz­nei­mit­tel­ver­pa­ckun­gen bedruckt wer­den, ist der Fäl­schungs­schutz unsicht­bar von Anfang an vor­han­den. „Wir brau­chen nicht in bestehen­des Design ein­zu­grei­fen“, erläu­tert Sca­ni­fy-Grün­der und Geschäfts­füh­rer Cüneyt Gökte­kin. „Somit benö­ti­gen wir für unse­ren Fäl­schungs­schutz nor­ma­ler­wei­se auch kei­nen zusätz­li­chen Platz auf einem Pro­dukt­eti­kett oder einer Verpackung.“

Das Pilot­pro­jekt mit dem Impf­zen­trum in Unna und inter­es­sier­ten Apo­the­ken im Kreis könn­te grund­sätz­lich aus­ge­wei­tet wer­den. Dann müss­ten aber auch mehr Nut­zer auf die App zur Kon­trol­le zugrei­fen kön­nen. „Wir set­zen uns inten­siv mit einer Aus­wei­tung und wei­te­ren Nut­zun­gen des Fäl­schungs­schut­zes im Gesund­heits­we­sen aus­ein­an­der“, sagt Duman. PK | PKU

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