Samstag, Juli 2, 2022

Ausbau der Knüvenstraße: Anwohner haben noch Fragen

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Werne/Stockum. Der Beschluss zum Aus­bau der Knü­ven­stra­ße in Sto­ckum als kom­bi­nier­te Kanal- und Stra­ßen­bau­maß­nah­me wur­de im Bezirks­aus­schuss am Mitt­woch (1. Juni) ver­scho­ben. Anwoh­ner, die der Sit­zung bei­wohn­ten, for­der­ten vor der Aus­schrei­bung wei­te­re Ant­wor­ten auf ihre Fra­gen, ins­be­son­de­re über die tat­säch­li­che Höhe ihres finan­zi­el­len Bei­trags für die Maßnahme.

Ver­wal­tung und Poli­tik zeig­ten sich bür­ger­nah. So unter­brach Sieg­fried Scholz (SPD), der Mar­kus Rusche (CDU) als Vor­sit­zen­der ver­trat, for­mell die Sit­zung, um Fra­gen aus dem Zuschau­er­raum zu ermöglichen.

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Hin­ter­grund: Die Stadt Wer­ne beab­sich­tigt, die Knü­ven­stra­ße vom Kreis­ver­kehr Kastanienstraße/ Hein­rich-Hei­ne-Stra­ße bis zur Neu­en Kamp­stra­ße auf einer Län­ge von 240 Metern erst­ma­lig end­gül­tig aus­zu­bau­en. Auch auf­grund der Ver­kehrs­be­las­tung der Anlie­ger­stra­ße sei ein Aus­bau im „Trenn­sys­tem“ rat­sam – ein Vor­ha­ben, das in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der auf­ge­scho­ben wur­de. Geplant sind sepa­ra­te Bür­ger­stei­ge, eine Fahr­bahn mit einer Brei­te von 5,50 Metern sowie eini­gen Baumscheiben.

Über Plat­zie­rung der Bäu­me, Instal­la­ti­on zusätz­li­chen Leuch­ten, Park­si­tua­ti­on sowie der Ver­kehrs­be­ru­hi­gung im Bereich der Kita Jona hat­ten Ver­wal­tung und Anwoh­ner wäh­rend einer Info-Ver­an­stal­tung im Janu­ar 2022 weit­ge­hend Eini­gung erzielt. Die Stra­ße befin­de sich nur in einem „pro­vi­so­ri­schen“ Zustand, der end­gül­ti­ge Aus­bau sei Nor­mal­zu­stand, argu­men­tiert Adri­an Kers­t­ing, Lei­ter der Abtei­lung Stra­ßen und Verkehr.

Mit 570.000 Euro ver­an­schlagt die Ver­wal­tung die Maß­nah­me. „Wir tra­gen als Anwoh­ner einen 90-pro­zen­ti­gen Anteil der Kos­ten und for­dern zuvor die Beant­wor­tung von Rechts­fra­gen“, spiel­te Sascha Casper auf die vom NRW-Land­tag gekipp­te Bei­trags­pflicht für den Stra­ßen­aus­bau an: „Da herrscht gera­de eine Unge­wiss­heit vor, ver­schie­de­ne Varia­tio­nen ste­hen im Raum. Bis zur end­gül­ti­gen Klä­rung soll­te mit der Aus­schrei­bung gewar­tet werden.“

Aus dem Kreis der Poli­ti­ker gab es Ver­ständ­nis für die Anwoh­ner der Knü­ven­stra­ße. Wäh­rend Klaus Schlü­ter (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) auch ein „Aus­brem­sen des Pro­jek­tes“ befürch­te­te und Bene­dikt Lan­ge (FDP) mit Blick auf die Bau­kos­ten Eile gebo­ten sah, spür­te Mar­tin Cyper­ski (CDU) kei­nen Druck in der Ent­schei­dungs­fin­dung: „Wir kön­nen auch noch im Herbst beschließen.“

Bis zum Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung, Pla­nung und Wirt­schafts­för­de­rung am 14. Juni 2022 sol­len Fra­gen der Anwoh­ner sei­tens der Ver­wal­tung geklärt wer­den. In die­sem Fach­aus­schuss, so ver­si­cher­te Ste­phan Els­ner aus der Käm­me­rei, wür­den auch Fra­gen zum Erschlie­ßungs­bei­trags­recht umfas­send beantwortet.

„Die Gewäh­rung des Auf­schu­bes war ein fai­rer Zug. Wenn die Geset­ze tat­säch­lich aus­sa­gen, das alles passt, sind wir natür­lich auch bereit zu zah­len. Wir sind ja froh, dass die Stra­ße gemacht wird. Noch ist es uns aller­dings zu schwam­mig“, so Anwoh­ner Sascha Casper auf Nach­fra­ge von WERNEplus. 

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