Samstag, Dezember 4, 2021

Vier neue Windkraftanlagen für Werne in Planung

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Werne. „In Werne sind vier neue Wind­kraftan­la­gen geplant“, informierte Ralf Bülte, Dez­er­nent für Stad­ten­twick­lung und Pla­nung, am Mittwoch, 24. Novem­ber, im Auss­chuss für Umwelt, Mobil­ität und Kli­maschutz (UMK) und über­raschte damit wohl alle Kli­maschutz-Bewegten mit diesen Big­points zum The­ma erneuer­bare Energien.

Für den Bau von zwei Anla­gen in Ehring­hausen haben die Arbeit­en an den Fun­da­menten bere­its begonnen. Zwei Anträge auf Bau­genehmi­gun­gen hat der Kreis Unna als zuständi­ge Behörde auf dem Tisch. Sie sollen in der Wern­er Wind­konzen­tra­tionszone Ost II nahe der A1 entste­hen. An dem Ver­fahren werde die Stadt Werne beteiligt, erläuterte Bülte.

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In der Wind­vor­rang­zone West I in Ehring­hausen lässt Investor Wind­park Pfer­dekämpe GmbH & Co.KG die Anla­gen mit Höhen von 148 und 166 Meter sowie ein­er Leis­tung von je 4,2 Megawatt erricht­en, erk­lärte dazu Raimund Fis­ch­er von der Ver­wal­tung auf Nach­frage von WERNE­plus. Mit der Fer­tig­stel­lung sei voraus­sichtlich 2022 zu rechnen.

Zwei Win­driesen in der Vor­rang­zone OST II plane mit der Alter­ric IPP GmbH ein Investor, der laut eigen­er Angaben auf der Home­page zu den größten Grün­stromerzeugern in Zen­traleu­ropa zäh­le. Die Bauanträge dürften nach Ein­schätzung der Ver­wal­tung, so Bülte im Auss­chuss, genehmi­gungs­fähig sein. Die Stromernte der Riesen­pro­peller mit Naben­höhen von 119 und 112 Metern sowie ein­er Gesamthöhe von rund 200 Metern soll bei 4,2 und 4,5 Megawatt liegen. Sie sind ver­gle­ich­bar mit der Wind­kraftan­lage am Kathari­nen­weg in Wes­sel, ergänzte der Dezernent.

Vorherige Pläne für den Bau von Wind­kraftan­la­gen in Ost II waren sein­erzeit beklagt wor­den, weil die Abstände zur Wohn­be­bau­ung nicht aus­re­icht­en. Die geplanten rund 200 Meter hohen Win­dräder eines anderen Anla­gen­typs erfüll­ten nun aber wohl die Zulassungskriterien.

Seit der Ver­ab­schiedung des Sach­lichen Teil­flächen­nutzungs­plans Winden­ergie im Som­mer 2017 durch den Stad­trat gibt es fünf Wind­konzen­tra­tionszo­nen im Stadt­ge­bi­et. Auf dieser Grund­lage seien Bauanträge gegebe­nen­falls schneller genehmi­gungs­fähig, schilderte Bülte. Eine Konzen­tra­tionszone ist bere­its mit dem Win­drad am Kathari­nen­weg beset­zt. Der Ausweisung der Flächen für Wind­kraftan­la­gen seien drei bis vier Jahre der Pla­nung voraus­ge­gan­gen, in denen viele Kri­te­rien wie etwa Abstände zur Wohn­be­bau­ung, Arten­schutz oder Nähe zur Auto­bahn hät­ten über­prüft wer­den müssen. Auch eine umfassende Bürg­er­beteili­gung gehörte zum Verfahren.

„Damals vor vier Jahren haben wir gesät, jet­zt wird geern­tet“, sieht Bülte die Stadt auf dem Weg zur Kli­ma­neu­tral­ität ein gutes Stück vorankommen.

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