Auf der alten Zechenbrache in Werne soll der größte Surfpark der Welt entstehen. Foto: Kreativshooting / Thomas Schütte
Auf der alten Zechenbrache in Werne soll der größte Surfpark der Welt entstehen. Foto: Kreativshooting / Thomas Schütte
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Werne. Das geplante Forschungs- und Wassersportzentrum SURFWRLD und SCNCWAVE bringt ausgeprägte ökonomische Effekte für die Stadt Werne und die Region mit sich. Die Wertschöpfung liegt bei 9,3 Millionen Euro und es entstehen 372 nachhaltige Arbeitsplätze. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Gutachter Heiko Rainer und Rebecca Schwerdt von der renommierten dwif-Consulting GmbH aus München im Auftrag der Stadt Werne erstellt haben.

Sie haben den Fokus auf die Berechnung der Umsatz-, Einkommens- und Arbeitsplatzeffekte gelegt. Projektierer Dr. Michael Detering aus Werne will das Großprojekt mit Strahlkraft in die Region auf dem ehemaligen Zechengelände entwickeln. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung am Montag (10. Mai) berichteten Heiko Rainer und Rebecca Schwerdt über die Ergebnisse per Videoschalte.

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Fazit I: Die Stadt und Region profitieren nachhaltig und in breiter Form durch die Umsetzung von SCNCWAVE & SURFWRLD. Durch die Umsetzung der geplanten Wassersport-und Freizeitanlage wird in der Stadt Werne ein einzigartiges Projekt mit Leuchtturmcharakter und überregionaler Strahlkraft etabliert. Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche. Egal ob Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleistende oder Zulieferende, es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, der nicht vom Tourismus profitiert.

Qualitative Effekte der SURFWRLD:

– Positive Effekte für das Image von Werne

– Verbesserte Infrastrukturausstattung

– Neue Zielgruppenansprache und Kaufkraftbindung

– Höhere Attraktivität des Veranstaltungs- und Eventbereichs

– Steigerung der Standortgunst für (weitere) Unternehmensansiedlungen.

Die Ergänzung des Freizeitangebotes durch das Forschungszentrum SCNCWAVE bietet die Chance zu einer einzigartigen Positionierung der Gesamtanlage und ermöglicht zusätzlich eine sinnvolle ganzjährige Auslastung der Wasserinfrastruktur.

– Motor für Standort-und Regionalentwicklung

– Image als Innovationsstandort (Innovationsförderung)

– Weitere Unternehmensansiedlungen, Spin Offs

– Bildungseffekte, Technologie-und Wissenstransfer

– Vernetzung mit überregionalen Akteuren.

Fazit II: Durch die Umsetzung des Gesamtprojektes entstehen eine Wertschöpfung von rund 9,3 Mio. Euro und mindestens 372 nachhaltige Arbeitsplätze. Wesentliche regionalökonomische Effekte auf einen Blick:

– Das Forschungszentrum dürfte rund 1.500 Tages- und Übernachtungsgeschäftsreisende an Werne binden. Durch den Freizeitbereich kommen rund 200.000 Besucher nach Werne.

– Die Besucher geben im Durchschnitt pro Kopf und Tag 53,95 Euro aus, davon 28,54 Euro in der SCNCWAVE & SURFWRLD sowie 25,41 Euro außerhalb in der Stadt Werne und der Region.

– Die direkten Bruttoumsätze belaufen sich auf 13,49 Millionen Euro. Davon fließen fast 1,7 Millionen Euro an Mehrwertsteuer an den Bund, rund 5 Millionen verbleiben als Einkommen in der Region und mit fast 6,4 Millionen Euro werden Lieferanten von Waren und Dienstleistungen beauftragt.

– Bei den Lieferanten von Waren und Dienstleistungen entstehen wiederum anteilig rund 1,8 Millionen Euro an Einkommen.

– Insgesamt werden mindestens 372 fortlaufend und nachhaltig gesicherte Arbeitsplätze durch die Umsetzung des Projektes in der Region sowie der Stadt Werne geschaffen.“ (Quelle: dwif Consulting GmbH München).

„Der Nebel hat sich gelichtet“, sagte Bürgermeister Lothar Christ zu den „überraschend guten Ergebnissen“ und ergänzte: „Das ist eine wichtige Säule bei der Akquirierung von Fördermitteln.“ So sei man in einem ständigen Austausch mit den Förderbehörden, dem Wirtschaftsministerium, der Metropolregion Ruhr, dem Projektträger Jülich, der Bezirksregierung Arnsberg und dem Landrat des Kreis Unna, schilderte der Bürgermeister. Auch für die dwif-Studie flossen Fördermittel. 90 Prozent wurden gefördert, berichtete er. Die Stadt habe mit 2.000 Euro ihren Anteil von 10 Prozent der Kosten beigesteuert.

Bei der Zeitplanung für das Projekt wird es eine Verzögerung geben, erfuhr Maximilian Falkenberg (Bündnis 90/ Die Grünen) auf Nachfrage bei Michael Detering. 2023 sei der Bau des wissenschaftlichen Teils geplant, 2024 der Bau des Surfparks. Das Verkehrsgutachten sei bereits fertig, ebenso läge inhaltlich unter anderem auch das Artenschutzgutachten vor. Mit dem umfangreichen Werk der Gutachter wollen sich die Politiker in den Fraktionen beschäftigen, bat man sich im Ausschuss Zeit dafür aus.

Heute Abend (11. Mai) veranstaltet die Stadt Werne ein interaktives Bürgerforum zum Surfpark (18.30 Uhr): www.werne.de

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