Stellvertretend für alle Apotheken nahm Ursula Brinkmann-Trötsch das Plakat aus den Händen von der Gleichstellungsbeauftragten Monika Eichmanns (rechts) entgegen. Foto: Stadt Werne
Stellvertretend für alle Apotheken nahm Ursula Brinkmann-Trötsch das Plakat aus den Händen von der Gleichstellungsbeauftragten Monika Eichmanns (rechts) entgegen. Foto: Stadt Werne
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Werne. Die Apotheken in Werne beteiligen sich an der Aktion „Zuhause nicht sicher“. Dort informieren Plakate und Flyer über das Beratungs-und Hilfeangebot des Frauenforums Kreis Unna e.V. und das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns hat die Aktion imitiert. Sie erklärt dazu, dass die Verlängerung des Lockdown bis zum 14. Februar auch eine Verlängerung der Belastungen in Familien und in Paarbeziehungen bedeute. Viele Familien hätten sich mittlerweile mit der Situation arrangiert und ihre eigenen Strategien zur Bewältigung der derzeitigen Situation entwickelt. Doch oftmals findet das Zusammenleben auf engstem Raum statt.

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Schule, Beruf und Familienleben müssen unter einen Hut gebracht werden. „Nachvollziehbar“, findet das Monika Eichmanns, „dass eine derartige Situation zur Folge haben kann, dass Fälle von häuslicher Gewalt zunehmen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass die Hilfestrukturen örtlich und überregional funktionieren und von Gewalt bedrohte oder betroffene Frauen wissen, wo sie Unterstützung bekommen.“

Das Frauenforum Kreis Unna bietet auch im aktuell verlängerten Lockdown weiterhin vielfältige Hilfen an. Selbst wenn betroffene Frauen im Frauenhaus oder auch der Frauenübernachtungsstelle in Quarantäne müssten, können in Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um Hilfe und Schutz zu gewährleisten.

Frauen, die wissen wollen, ob in Unna oder in einem anderen Frauenhaus freie Plätze vorhanden sind, können sich auf der Seite www.frauen-info-netz.de informieren oder sich telefonisch an das Frauenhaus unter der Nummer 02303 / 77891-50 wenden.

Wohnungslose Frauen wenden sich über 02303/77891-30 an die Frauenübernachtungsstelle. Die Mitarbeiterinnen der Mädchen-und Frauenberatungsstelle haben ihre telefonische Erreichbarkeit ausgeweitet und sind jetzt für Unterstützung suchende Frauen montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 15 Uhr unter der Nummer 02303 / 82202 da. Freitags ist das Telefon von 9 Uhr bis 12 Uhr besetzt.

Ein weiteres Angebot, auf das Frauen zurückgreifen können, ist das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Hier können Frauen anonym rund um die Uhr anrufen und sie werden in insgesamt 18 Sprachen beraten, ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte und verweist auf die kostenfreie Nummer 08000 116 016. Über die Website www.stärker-als-gewalt.de finden Betroffene und Menschen im Umfeld Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden.

Bei Fragen oder weitergehenden Infos steht die Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns unter 02389 71-222 zur Verfügung.

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