Spielplätze in Werne: UWW fordert stärkeren Blick auf Inklusion

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Werne. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne (UWW) fordert im Rahmen der aktuellen Spielplatzplanung und bei der Gestaltung von Kinderspielplätzen die Belange von Kindern mit Handicap zu berücksichtigen. Sie beantragt, dass die städtischen Spielplätze unter dem Gesichtspunkt der Inklusion entwickelt werden.

Ferner soll geprüft werden, ob diese Anforderungen auch bei privaten Spielplätzen zur Auflage gemacht werden können. Die UWW bezieht ihren Vorschlag auf die Neuplanung von Spielplätzen, den Austausch von bestehenden Spielgeräten, den Umbau von Plätzen und die Renovierung.

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Als Vorgriff auf die Planungen soll möglichst umgehend ein behindertengerechtes Karussell in der Innenstadt aufgestellt werden. „Mitten in der Stadt würde der Moormannplatz am ehesten das Miteinander darstellen. Das wäre ein erster Schritt zu mehr WIR in Werne“, schreiben Fraktionsvorsitzender Rainhard Stalz und der sozial- und kulturpolitische Sprecher Kay Hirschhäuser in ihrem Antrag. Bisher gebe es in Werne noch kein inklusives Spielgerät. Den Finanzaufwand für das Rolli-Karussell schätzt die UWW auf 24.000 bis 28.000 Euro.

„Inklusion auf Spielplätzen meint die Möglichkeit der Nutzung bzw. Teilhabe am Spiel durch alle Kinder, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder individuellen Fähigkeiten. Die UN-Behindertenrechtskonvention sollte auch auf kommunaler Ebene umgesetzt werden“, heißt es in der Antragsbegründung der UWW. Inklusion müsse neben den Planungen für Kindertageseinrichtungen auch bei den öffentlichen Spielplätzen berücksichtigt werden.

Laut UWW sei es erstrebenswert, dass alle Spielplätze im städtischen Bereich inklusiv entwickelt werden. Am schnellsten umsetzbar sei dies zuerst bei der notwendigen Erneuerung bzw. Ergänzung durch behindertengerechte Spielgeräte, die das gemeinsame Spiel ermöglichen. Darüber hinaus müsse aber auch eine grundsätzliche Planung her, denn allein mit der Fokussierung auf neue Spielgeräte würde man dem Thema nicht gerecht. „Das ist viel zu eng gedacht. Inklusion kann nicht über ein einzelnes Spielgerät gelingen“, so die UWW.

Die Wählergemeinschaft schlägt deshalb die Gründung einer Projektgruppe aus Fachkräften der Heilfürsorge, Erzieher/innen, Mitarbeiter/innen des Baudezernates und des Bauhofes vor. Außerdem sollten Mitglieder des Sozialausschusses und des Behindertenbeirates sowie auch Kinder beteiligt werden. „Der UWW ist klar, dass dies einen erheblichen finanziellen, aber auch planerischen Aufwand darstellt, der nicht von heute auf morgen zu erbringen ist“, steht weiter in der Antragsbegründung. Es sollte geprüft werden, welche Fördermittel oder Stiftungsgelder abgerufen werden können.

Der Antrag soll in den zuständigen Fachausschüssen beraten werden.

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