In der nördliche Innenstadt ist eine weitere öffentliche Toilettenanlage geplant. Der von der Verwaltung favorisierte Standort fiel im Ausschuss des Kommunalbetriebs Werne allerdings durch. Foto: Wagner
In der nördliche Innenstadt ist eine weitere öffentliche Toilettenanlage geplant. Der von der Verwaltung favorisierte Standort fiel im Ausschuss des Kommunalbetriebs Werne allerdings durch. Das Bild zeigt das WC am Griesetorn. Foto: Wagner
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Werne. Die 70-prozentige Förderung „scheint relativ sicher“ (Frank Adamietz), die Ausstattung soll aus Edelstahl sein, das Dach soll begrünt und eine Fußbodenheizung installiert werden. Im Ausschuss des Kommunalbetriebs Werne stellte Björn Rother vom Gebäudemanagement die Planungen einer vierten öffentlichen Toilette im Innenstadtbereich vor. Der von der Verwaltung favorisierte Standort fiel allerdings durch.

In der Nähe des Horne-Centers (Rewe Symalla) und gegenüber vom Sporthaus sollte die rund fünf mal vier Meter große WC-Anlage ursprünglich ihren Platz finden. Den Standort lehnten die Aussschussmitglieder aber als „suboptimal“ ab. Bereits vor der Diskussion hatte Frank Adamietz, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), angekündigt, noch keinen Standortbeschluss zu fassen und in Ruhe nach Alternativen zu suchen. Einzelhändler hätten dem Bürgermeister ihre Sorgen vorgetragen.

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„An diesem Tor zur Innenstadt ist eine öffentliche Toilette fehl am Platze“, monierte Uta Leisentritt (CDU). Sie schlug alternativ eine Stelle am Fahrradparkhaus in Höhe des Busbahnhofs vor. „Auch wir sehen dort den geeigneten Platz“, stimmte Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen) zu. Auch Artur Reichert (FDP) pflichtete dem bei, stellte aber auch gleich die Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro zur Diskussion und kritisierte, dass die Verwaltung die laufenden Kosten noch nicht beziffern konnte. „150.000 Euro für 20 Quadratmeter – das ist happig“, befand Reichert.

Björn Rother erläuterte: „Auch Vorarbeiten sind in den Kosten mit drin. Der Hersteller ruft diesen Preis auf. Aber natürlich wird es eine öffentliche Ausschreibung geben.“

Zum Ende der Aussprache, an der wie angekündigt kein Beschluss stand, forderte Ulrich Höltmann die Verwaltung auf: „Wir benötigen noch mehr Fleisch an der Suppe, also konkrete Zahlen zu den laufenden Kosten der WC-Anlage.“

Im Rahmen der Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ ist eine Maßnahmenförderung (70 Prozent) beantragt und nach Aussage von Frank Adamietz sehr wahrscheinlich. Mit der Bewilligung rechnet der Kommunalbetrieb Werne im Frühjahr 2021. Im Anschluss ist die Realisierung vorgesehen – wenn der geeignete Platz dann gefunden wurde.

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