Carolin Brautlecht übernimmt am 1. Juni die Position der Geschäftsführerin der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH. Foto: Nicole Friedrich / Werne Marketing
Carolin Brautlecht übernimmt am 1. Juni die Position der Geschäftsführerin der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH. Foto: Nicole Friedrich / Werne Marketing
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Werne. Ihren letzten Arbeitstag im Stadthaus hat Carolin Brautlecht Ende April, nach vier Wochen Erholung übernimmt die Werner Wirtschaftsförderin und Chefin der Werne-Marketing GmbH dann am 1. Juni die Position der Geschäftsführerin der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH. Carolin Brautlecht war 13 Jahre in der Verwaltung tätig, mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen (17 und 14 Jahre alt) wird die 47-Jährige weiterhin ihren Wohnsitz in Werne behalten. Wir haben sie zum Abschied gefragt, mit welchen Erwartungen sie nach Soest wechselt und wie sie Ihre berufliche Tätigkeit in Werne erlebt hat.

Jetzt sind es fünf Minuten zu Fuß zum Stadthaus, demnächst 45 Minuten mit dem Auto nach Soest. Was ist Ihre Motivation?

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Ich bin jetzt 13 Jahre für die Stadt Werne im Bereich Wirtschafsförderung tätig und seit nahezu zehn Jahren zusätzlich die Geschäftsführerin der Werne Marketing GmbH. Da ich noch viele Jahre berufstätig sein werde, war es mir ein Anliegen, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Dabei war die Fahrstrecke für mich nicht entscheidend, sondern die neue Aufgabe.

Was zeichnet Soest aus?

Mit einer Einwohnerzahl von knapp 50.000 verfügt Soest über das gute Potenzial einer Kreisstadt und eine breite und solide Wirtschaftsstruktur. Außerdem hat die Bördestadt Soest einen nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtwall und zahlreiche Gebäude aus Fachwerk und Grünsandstein. Damit kann die Stadt hohe touristische Besucherzahlen (2019: ca. 1 Mio. Tagesgäste und knapp 150.000 Übernachtungen) verzeichnen.

Welche Aufgaben haben Sie in Soest? Und gibt es Unterschiede zu Ihren Tätigkeiten in Werne?

Ich werde zum 1. Juni 2021 die Geschäftsführung der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH übernehmen. Auch in dieser Funktion bin ich zuständig für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus. Die Gesellschaft zeichnet sich zudem verantwortlich für die Stadthalle und verschiedene Flächenentwicklungskonzepte. Dabei kann ich auf ein Team von 20 Mitarbeitern zurückgreifen.

Waren Sie schon mal auf der Allerheiligenkirmes in Soest? Und wenn ja, wie hat es Ihnen im Vergleich zu Sim-Jü gefallen?

Vor vielen Jahren war ich auf der Allerheiligenkirmes, die richtig groß ist und durch die Innenstadtlage ebenfalls ein ganz besonderes Flair hat. Da ich in Werne natürlich sehr viele Menschen kenne, ist Sim-Jü für mich auch immer ein Treffpunkt. Das ist derzeit in Soest noch nicht der Fall, wird sich aber sicher ändern.

Beim Rückblick auf ihre Tätigkeit als Wirtschaftsförderin: Was ist Ihnen gut gelungen, und was hätte besser laufen können?

Ich konnte mich in den vergangenen 13 Jahren als feste Ansprechpartnerin der ortsansässigen Unternehmen etablieren, nicht zuletzt als enge Schnittstelle zu anderen Bereichen der Stadtverwaltung. In meinen Tätigkeitszeitraum fallen wichtige Unternehmensansiedlungen, Erweiterungen von Bestandsunternehmen und, verbunden mit der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor der Corona-Krise, ein starker Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von ca. 7.500 auf über 11.000. Stolz bin ich auch darauf, dass wir einen engen Kontakt zwischen den Schulen und den Unternehmen herstellen konnten, nicht zuletzt auch durch die Veranstaltung „Werner Berufszirkel“. Gerne hätte ich mich noch intensiver um die Unternehmensbetreuung gekümmert, aber dazu fehlte mir einfach die notwendige Zeit.

Teil 2 des Interviews mit Carolin Brautlecht lesen Sie am 20. April 2021 bei WERNEplus.

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