Das Gesundheitsministerium hat dem Kreis Unna mitgeteilt, dass kurzfristig mehr Impfdosen der Firma BionNTech zur Verfügung stehen werden. Die 2.800 Stück sollen jetzt kurzfristig verimpft werden. Foto: Volkmer
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Kreis Unna. Neben den Plänen für die neu geschaffene Test-Option bei der Corona-Notbremse hat der Kreis Unna jetzt neue Zahlen zur Entwicklung der Impf-Kampagne im Impfzentrum vorgelegt und zudem über die bevorstehenden Impfungen für Menschen mit Vorerkrankungen sowie den Start der Terminvereinbarungen für 79-Jährige informiert.

Wie bereits berichtet, hat das Gesundheitsministerium NRW auch dem Kreis Unna mitgeteilt, dass kurzfristig mehr Impfdosen der Firma BionNTech zur Verfügung stehen werden. 2.800 Stück der landesweit 130.000 zusätzlichen Impfdosen soll der Kreis erhalten. Diese Impfdosen sollen den Menschen mit Vorerkrankungen der Prioritätengruppe 2 zugute kommen. Dies werde derzeit gemeinsam mit den Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert, berichtete Landrat Mario Löhr am Montagnachmittag.

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Nach aktuellem Stand sollen diese Menschen schon am Karsamstag, 3. April, in temporären Impfstellen in den Städten und Gemeinden geimpft werden. „Wir haben von einer Vielzahl von Menschen mit Vorerkrankungen bereits Anträge auf eine vorgezogene Impfung vorliegen. Wir haben entweder deren E-Mail-Adresse oder die Adresse auf dem Briefbogen und werden mit vereinten Kräften versuchen, die Menschen früh genug auf die Impfmöglichkeit am nächsten Samstag hinzuweisen“, kündigte Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche an.

Für die Menschen mit Vorerkrankungen, die am Karsamstag nicht geimpft werden können, sollen Terminvereinbarungen ab Dienstag, 6. April, möglich sein. Diese Impfungen würden dann nicht im Impfzentrum, sondern in den Hausarztpraxen durchgeführt. „Im Idealfall werden wir das gesamte Zusatz-Kontingent am kommenden Samstag verimpfen, weil das den Druck auf die Hausarztpraxen unheimlich senken würde“, hofft Hasche.

Eine Erstimpfung haben im Impfzentrum des Kreises Unna bisher insgesamt 22.286 Menschen erhalten. Foto: Volkmer

Die Terminvereinbarung zur Impfung für 79-Jährige soll ab Dienstag, 6. April, landesweit starten. „Wir gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass ab dem 8. April zusätzlich zu den von Über-80-Jährigen auch die 79-Jährigen geimpft werden können“, sagte Löhr. Die Personengruppe soll in dieser Woche einen Brief von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie ein Begleitschreiben der Kommune erhalten. Diese Impfungen finden im Impfzentrum an der Platanenallee statt, die Anmeldungen erfolgen online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117. „Dieses Mal gibt es auch die Möglichkeit, Ehepaare und Lebenspartnerschaften gleichzeitig anzumelden“, kündigte Löhr an. Dies war bisher nicht möglich und ist einer der großen Kritikpunkte des bisherigen Anmelde-Prozesses gewesen.

Kreis-Quote liegt vor dem Landes-Durchschnitt

Eine Erstimpfung haben im Kreis Unna laut dem Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe von Montag bisher insgesamt 22.286 Menschen erhalten. 8.323 Menschen kommen aus den priorisierten Berufsgruppen, 13.518 haben die erste Impfung wegen ihres Alters erhalten und 463 wegen einer Vorerkrankung. Eine Zweitimpfung haben bisher 7.017 Menschen im Kreis Unna erhalten. Weitere 12.922 Impfungen sind durch mobile Teams vor allen Dingen in Altenheimen und vergleichbaren Einsichtungen vorgenommen worden. „Die Impfquote im Kreis Unna mit Bezug auf die Gesamtbevölkerung lag vor dem Wochenende bei 9,6 Prozent“, so der Landrat bei der Präsentation der Zahlen. Damit lag der Kreis Unna hauchdünn vor dem landesweiten Durchschnitt von 9,5 Prozent.

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