Werne ist Mitglied im Kreis der historischen Stadt- und Ortskerne. Foto: Wagner
Werne ist Mitglied im Kreis der historischen Stadt- und Ortskerne. Foto: Wagner
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Werne/Lemgo. Altes Steinhaus, historisches Rathaus, Stadtmuseum und das Ensemble von St. Christophorus-Kirche mit Wärmehäuschen zählen zusammen mit vielen anderen denkmalgeschützten Häusern zur jahrhundertealten Gebäudesubstanz in Wernes „Guter Stube“ und haben der Stadt die Mitgliedschaft im Kreis der historischen Stadt- und Ortskerne eingebracht. In der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW sind die 59 Mitgliedsstädte gut vernetzt.

„Ziel ist es, Bausubstanz und Werte der historischen Klein- und Mittelstädte in NRW zu erhalten, behutsam fortzuentwickeln und die damit verbundene Geschichte und Geschichten für alle Generationen lesbar und erlebbar zu machen“, heißt es in der Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft.

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In deren Mitgliederversammlung wurde jetzt Markus Baier, seit November Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Dr. Reiner Austermann ab. Im Beisein von 80 Vertretern der 59 Mitgliedsstädte wurde mit Christoph Weber, Bürgermeister der Stadt Meschede, auch die Position des stellvertretenden Vorsitzenden neu besetzt. Er folgt auf das langjährige Vorstandsmitglied Michael Kronauge. Novum in Zeiten der Corona-Pandemie: Erstmals fand die Mitgliederversammlung mit Wahl der Vorsitzenden als digitale Konferenz statt.

In seiner Bewerbungsrede unterstrich Markus Baier die Werte der Arbeitsgemeinschaft und die damit verbundenen Aufgaben: „Die historischen Stadt- und Ortskerne sind ein Schatz und werden auch die aktuelle Pandemie-Entwicklung meistern. Jahrhundertelang gewachsen, ist das bauhistorische Erbe ein unikaler Ausgangspunkt jeglicher Planungen, Entscheidungen und Handlungen im Kern.“ Die zentrale Aufgabe der Mitgliedsstädte sei es, den geschützten Bestand an Einzel- und Ensembledenkmalen vor allem durch starke Allianzen, Kooperationen und Dialog auf lokaler Ebene zu sichern.

Christoph Weber unterstrich in seiner Rede ausdrücklich, dass integrierte Perspektiven und der Blick nach vorn ein zentrales Element der Arbeitsgemeinschaft seien. Die Handlungsfelder und Ziele des „Zukunftsprogramms 2030“ seien Richtschnur und Auftrag, historische Stadt- und Ortskerne als lebendige Organismen zu verstehen.

Berit Weber, Geschäftsführerin der AG-Geschäftsstelle, stellte in der Versammlung aktuelle Themen und Projekte des Jahres 2021 kompakt dar. Fach- und Erfahrungsaustausch stehen demnach ganz oben auf der Agenda des kommunalen Netzwerks.

Unter Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen wurde zunächst die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im November 1987 gegründet, im Mai 1990 entstand die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne. Im Juni 2015 folgte die Fusion. Die Mitgliedsstädte des Netzwerks stehen in einem konstanten und fachlich intensiven Austausch.

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