Ortstermin für die Werner Grünen und ihrem Bundestagskandidaten (von links): Hiltrud Mannig, Dr. Eberhard Stroben, Klaus Schlüter, Anke Werner (alle Grüne Werne), Andrea Plaß (Bürgerinitiative), Martin Kesztyüs (Kandidat der Grünen zur Bundestagswahl) und Andreas Drohmann (Grüne Werne). Foto: Rainer Hotz
Ortstermin für die Werner Grünen und ihrem Bundestagskandidaten (von links): Hiltrud Mannig, Dr. Eberhard Stroben, Klaus Schlüter, Anke Werner (alle Grüne Werne), Andrea Plaß (Bürgerinitiative), Martin Kesztyüs (Kandidat der Grünen zur Bundestagswahl) und Andreas Drohmann (Grüne Werne). Foto: Rainer Hotz
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Werne. „Ich bin erschrocken über die gigantischen Ausmaße der geplanten Fläche für gewerbliche Entwicklung Nordlippestraße“, sagte Martin Kesztyüs, Bundestagskandidat von Bündnis 90/ Die Grünen im Wahlkreis Unna II, Ende August beim Treffen des Grünen Ortsverbandes Werne mit Vertreter/innen der Bürgerinitiative Industriegebiet Nordlippestraße (BIN).

Kesztyüs war gekommen, um sich ein Bild von der geplanten Veränderung der münsterländischen landwirtschaftlichen Grünfläche zu machen. Andrea Plaß erklärte für die BIN: „Es handelt sich hier aus Sicht der Bürgerinitiative nicht um ein Gewerbegebiet für Werne, wie fälschlicherweise von vielen Bürgern gedacht wird, sondern um ein Industriegebiet als Kooperationsstandort für den Regionalverband Rhein-Ruhr (RVR).“

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Plaß ergänzte: „Es werden sich hier keine Betriebe aus Werne ansiedeln, sondern es werden 50 Hektar Fläche (jetzt Grünland und landwirtschaftliche Nutzfläche) für Industriebetriebe von außerhalb zerstört werden“.

Vor dem Hintergrund von den knapp 5.800 Unterschriften des erfolgreichen Bürgerbegehrens nahm Martin Kesztyüs dies auf: „Es widerspricht einer nachhaltigen Regionalplanung, gewerbliche Flächen im Außenbereich zu entwickeln.“ Er könne weder erkennen, dass es in naher Zukunft in Werne einen besonders verschärften Bedarf an Arbeitsplätzen im sekundären Wirtschaftssektor, sprich Industrie und Gewerbe, gäbe, noch dass erhoffte Gewerbesteuereinnahmen für die Entwicklung der Stadt nicht auch auf eine ökologisch tragbarere Weise erreicht werden könnten.

„Eine innovative und moderne Regionalplanung sieht anders aus und verläuft auch nicht auf rückwärtsgewandten klimaschädlichen Pfaden“, bilanzierten schließlich die Grünen des Ortsverbands.

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