Der Einsatz geländetauglicher Allradfahrzeuge ist notwendig, um alle Wegabschnitte lückenlos bereisen zu können. Foto: Stadt Werne
Der Einsatz geländetauglicher Allradfahrzeuge ist notwendig, um alle Wegabschnitte lückenlos bereisen zu können. Foto: Stadt Werne
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Werne. Die Stadt Werne lässt derzeit ein durch das Land NRW gefördertes kommunales Wirtschaftswegekonzept erstellen. Zu diesem Zweck werde demnächst der Status quo des rund 200 Kilometer langen Wirtschaftswegenetzes ermittelt, teilte Adrian Kersting, Leiter Betriebszweig Straßen und Verkehr, am Dienstag (9. März) mit. Mit der praktischen Ausführung wurde die Ge-Komm GmbH, Gesellschaft für kommunale Infrastruktur, aus dem Osnabrücker Land beauftragt.

„Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in Werne auf Fahrzeuge der Ge-Komm GmbH treffen. Der Einsatz der geländetauglichen Allradfahrzeuge ist notwendig, um alle Wegabschnitte lückenlos bereisen zu können“, schreibt er in der Pressemitteilung.

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Neben der Zustands- und Schadenserfassung werden die Wirtschaftswege für das Konzept auch nach Nutzung kategorisiert. Das könne etwa ein Weg sein, der nur einem Landwirt zum Erreichen seiner Felder diene, oder einer, der vom Schulbus, von Anliegern und Radfahrern gleichermaßen genutzt werde, nannte Kersting Beispiele. In dem einen Fall reiche etwa eine wassergebundene Decke, im anderen sei eine Asphaltdecke notwendig, schilderte er gegenüber WERNEplus.

Die Besatzungen der Ge-Komm-Fahrzeuge verfügten allesamt über die notwendige Berechtigung und könnten sich entsprechend ausweisen, hieß es weiter. Zur Zustandserhebung und Datenerfassung sind sämtliche Fahrzeuge der Ge-Komm-Flotte mit Spezial-Kameraausrüstungen und systemoptimierten EDV-Hard- und Softwarelösungen ausgestattet.

Anhand der Datenlage, so das Ziel des Wirtschaftswegekonzepts, werde dann eine Prioritätenliste auch zur zeitliche Abfolge der Maßnahmen erarbeitet. Das Konzept sei Voraussetzung für die Zuteilung von Fördermitteln in Höhe von 60 Prozent, die das Land mit Unterstützung der EU dann gewähre, erläuterte Kersting.

Voraussichtlich bis Mitte April werden die Fahrzeuge unterwegs sein. Am kommenden Freitag stehe ein virtuelles Gespräch mit der Ge-Komm GmbH an. Verwaltungsintern werde zudem ein Arbeitskreis einberufen und die Bezirksregierung Arnsberg begleite das Projekt virtuell. Anfang Juni sei ein erster Entwurf zu erwarten.

Über das Bürgerdialogportal von Ge-Komm können sich zudem die Bürger informieren und beteiligen. In Kürze werde auch der Bereich Werne einsehbar sein. Die Beteiligung über das Bürgerportal solle bis August möglich sein. Und im November könne das Wirtschaftswegekonzept fertig zur Abstimmung vorliegen, sagte Adrian Kersting zum Zeitrahmen. Dann ende auch der Förderzeitraum.

https://wirtschaftswegekonzept.de/

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