Der Poller, der Autofahrer daran hindern soll, unberechtigt in die Fußgängerzone zu fahren, bleibt seit dem Ende der Probephase wieder im Boden.
Der Poller, der Autofahrer daran hindern soll, unberechtigt in die Fußgängerzone zu fahren, wird demnächst elektrisch seine Arbeit verrichten. Archivfoto: Volkmer
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Werne. Ein Poller am Eingang zur Werner Fußgängerzone (Bereich Markt) hat in einer Testphase von Januar bis in den August 2020 außerhalb der Anlieferzeiten (19 bis 11 Uhr) unberechtigten Fahrzeuge die Einfahrt versperrt. Mit Erfolg, denn die Zahl derer, die hier ohne Berechtigung unterwegs waren, ging deutlich zurück.

Das ergaben die begleitenden Verkehrsmessungen des Kommunalbetriebs Werne (Straße und Verkehr). Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) steht am Donnerstag, 27. April, „die Regulierung des Anliefer- und Durchgangsverkehrs am Eingang Markt durch einen elektrisch gesteuerten Poller“ zur Abstimmung (17.30 Uhr, Kolpingsaal*).

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Während der Poller in der Probephase von Mitarbeitern des Ordnungsamts manuell bedient wurde, soll künftig ein elektrisch steuerbares Pendant her. Denn die Bedienung des Pollers per Hand lasse sich auf Dauer personell nicht umsetzen, hatte die Leiterin des Ordnungsamtes, Kordula Mertens, bereits im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion (SO) im März erklärt. Das Gremium hatte den Vorschlag des elektrisch gesteuerten Pollers einstimmig zur Kenntnis genommen.

Anlieger durften während des Probelauf über Griesetorn und Südmauer nach links in die Klosterstraße einfahren. Die Beschilderung wurde für die Versuchsphase angepasst. Feuerwehr und Notarztfahrzeuge können den Poller bei Bedarf selbst steuern.

Der Poller mit LED-Beleuchtung senkt sich bei Stromausfall automatisch ab. Eine weitere vollautomatische Funktion regelt das Senken und Heben der zusätzlichen Ampelsäule. Darin befindet sich die restliche Steuertechnik zum individuellen Heben und Senken.

Laut Angebot, das der KBW-Betriebszweig inzwischen eingeholt hat, liegen die Kosten für die Maßnahme bei rund 15.000 Euro. 10.000 Euro entfallen auf die Anschaffung der technischen Anlage, für Tiefbau und Installation sind rund 5.000 Euro veranschlagt. Stimmt der Fachausschuss zu, könnte die Umsetzung bis voraussichtlich Juni erfolgen.

*) Die Teilnahme an der Ausschusssitzung ist begrenzt und setzt die Vorlage eines negativen Corona-Tests voraus. Alle Interessierten müssen sich vorab bei der Stadtverwaltung Werne, Abteilung IV.1 – Stadtentwicklung/Stadtplanung – unter Angabe des Namens und der Wohnanschrift bei Yannick Harhoff bevorzugt per E-Mail (y.harhoff@werne.de), aber auch telefonisch (02389 71-605) anmelden. Die Anmeldung ist ab Donnerstag, 22. April, 8.30 Uhr bis einschließlich Dienstag, 27. April, 14 Uhr möglich.

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