Donnerstag, Dezember 9, 2021

Feierstunde für ehemalige Ratsmitglieder der Stadt Werne

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Werne. Mit einem Jahr Ver­spä­tung, aber nicht weniger ehren­voll, wur­den am Sam­stag, 13. Novem­ber, neun ehe­ma­lige Ratsmit­glieder im Bürg­er­saal des Alten Rathaus­es in ein­er Feier­stunde verabschiedet. 

Bürg­er­meis­ter Lothar Christ würdigte das ehre­namtliche Engage­ment der vier Frauen und fünf Män­ner: Gudrun, Lohoff (SPD), Annegret Lohmann (CDU), Jut­ta Rogal­la-Oester­schulze (SPD), Gudrun Holtrup (CDU), Theodor Stork (UWW), Chris­t­ian Schmid (CDU), Michael Döp­ker (CDU), Prof. Dr. Andreas Hei­necke (SPD) und Michael Zurhorst (CDU).

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„Lei­der hat uns allen das Coro­na-Virus einen Strich durch die Rech­nung gemacht“, begrün­dete er die Ver­schiebung. Gle­ich­wohl seien die zu Ehren­den keineswegs vergessen, lenk­te er die Aufmerk­samkeit auf jene, die über viele Jahre an der Gestal­tung der Stadt Werne mit­gewirkt hat­ten und nach der Kom­mu­nal­wahl 2020 aus ver­schiede­nen Grün­den dem neuen Stad­trat nicht mehr angehörten. 

Im Bei­sein ihrer Ehe­gat­ten, Partner/innen und den Repräsen­tan­ten der Frak­tio­nen bedank­te sich der Bürg­er­meis­ter: „Ihnen allen gemein­sam ist das langjährige Engage­ment für die ‚Keimzelle der Demokratie´. So näm­lich wur­den die Gemein­den seit­ens des Bun­desver­fas­sungs­gericht­es genan­nt“, erläuterte er.

Als „dien­stäl­teste“ in der Runde wurde Gudrun Lohoff – krankheits­be­d­ingt in Abwe­sen­heit – ver­ab­schiedet. Bere­its am 1. Okto­ber 1999 wurde sie Mit­glied in der SPD-Frak­tion. Zunächst wirk­te sie unter anderem im Schul‑, Sport und Kul­tur­auss­chuss sowie im Sozialauss­chuss mit, war in ver­schiede­nen Gremien vertreten (Lokale Agen­da, Ver­wal­tungsrat Sparkasse). Lohoff habe sich durch Beson­nen­heit und ver­ständi­ge Urteils­fähigkeit aus­geze­ich­net, sagte Christ.

Auf eine ähn­lich lange Rat­stätigkeit von 19 Jahren blickt Annegret Lohmann zurück, die als Mit­glied der CDU-Frak­tion in mehreren Fachauss­chüssen vertreten war, darunter der Bau‑, Planungs‑, Umwelt- und Verkehrsauss­chuss. Fern­er ver­trat sie die Belange der Stadt in der Gesellschafter­ver­samm­lung der Stadtwerke Werne GmbH etc.. Ab 2014 leit­ete sie als Vor­sitzende den Bezirk­sauss­chuss in Stockum.

Eben­falls in Abwe­sen­heit, wurde der Ein­satz von Jut­ta Rogal­la-Oester­schulze gewürdigt, die 2008 für die SPD in den Rat ein­zog und unter anderem dem Haupt‑, Finanz- und Wirtschafts­förderungsauss­chuss ange­hörte. Weit­ere Gremien­ar­beit kam hinzu. Von 2009 bis 2014 fungierte sie als stel­lvertre­tende Bürgermeisterin.

Auch Gudrun Holtrup (CDU) musste der Feier­stunde krankheits­be­d­ingt fern­bleiben. Sie gehörte dem Rat von 2009 bis 2020 an und engagierte sich im Auss­chuss für Stad­ten­twick­lung. Einen beson­deren Schw­er­punkt legte Holtrup auf ihr kul­turelles Engage­ment. Als stel­lvertre­tende Bürg­er­meis­terin­nen hät­ten sie und Rogal­la-Oester­schulze ihm viele Repräsen­ta­tion­ster­mine abgenom­men, bedank­te sich Christ. An alle vier ver­di­en­ten Rats­frauen gerichtet meinte er: „Sie kön­nen auf 63 Jahren erfol­gre­ichen Wirkens im kom­mu­nalen Ehre­namt zurückblicken.“

Als Mit­glied der Unab­hängi­gen Wäh­ler Werne gehörte Theodor Stork für zwei begren­zte Zeiträume (2011 bis 2014 und 2017 bis 2020) dem Stad­trat an. Der Fachauss­chuss für Stad­ten­twick­lung und der Bezirk­sauss­chuss zählten neben anderen zu seinen Tätigkeits­feldern. Den „wertvollen Beitrag“ Storks lobte der Bürg­er­meis­ter eben­so wie dessen Bemühen, auch über Frak­tion­s­gren­zen Kom­pro­misse zu erzielen.

Von 2009 bis 2020 ver­stärk­te Chris­t­ian Schmid dem für die CDU-Frak­tion den Stad­trat an, war im Auss­chuss für Stad­ten­twick­lung und im Haupt- und Finan­zauss­chuss vertreten. Er leit­ete zudem den Betrieb­sauss­chuss für Bad und Kom­mu­nal­be­trieb. Neben vie­len weit­ere The­men­feldern über­nahm er von 2011 bis 2016 den Vor­sitz der CDU-Fraktion.

Als stel­lvertre­tender Vor­sitzen­der engagierte sich Michael Döp­ker für die CDU-Frak­tion und über seine gesamte Rat­stätigkeit ab 2004 als Mit­glied im Haupt- und Finan­zauss­chuss. Weit­ere Mit­glied­schaften in Sport‑, Sozial und Betrieb­sauss­chuss schlossen sich an.

Eben­falls 16 Jahre lang (ab 2004) war Prof. Dr. Andreas Hei­necke im Stad­trat aktiv und über­nahm von 2012 bis 2013 den Vor­sitz der SPD-Frak­tion. Neben vie­len Mit­glied­schaften in Fachauss­chüssen lag sein Arbeitss­chw­er­punkt im Auss­chuss für Stad­ten­twick­lung, den er zeitweise leit­ete. Untrennbar mit dem Namen von Hei­necke ver­bun­den sei dessen großes kul­turelles Inter­esse und Wis­sen, betonte der Bürgermeister.

Nach 26 Jahren hat­te Michael Zurhorst (CDU) 2020 den Stad­trat ver­lassen. Dessen Wirkungsspek­trum in Gänze vorzu­tra­gen, würde den Rah­men spren­gen, räumte Lothar Christ ein und beschränk­te sich auf die wichtig­sten Eck­punk­te. Als Vor­sitzen­der der CDU-Frak­tion und des Auss­chuss­es für Stad­ten­twick­lung habe er sich darüber hin­aus in vie­len Gremien engagiert. Christ zitierte Adel­heid Hauschopp-Francke (SPD), die das Wirken des Ratskol­le­gen so gewürdigt habe. „Er werde ihr in Erin­nerung bleiben mit sein­er Kom­pe­tenz und sein­er Fähigkeit zum Kon­sens, wodurch er ins­ge­samt viel bewegt habe.“

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