Dienstag, September 27, 2022

Corona: Daueraufgabe für Ordnungsamt in Werne

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Wer­ne. Die Dau­er­auf­ga­be „Coro­na“ beherrscht seit einem Jahr zu „90 Pro­zent“ die Agen­da des Ord­nungs­amts der Stadt Wer­ne. Das berich­te­te Lei­te­rin Kor­du­la Mer­tens in der ers­ten Sit­zung des Aus­schus­ses für Sozia­les, öffent­li­che Ord­nung, Inte­gra­ti­on und Inklu­si­on am Diens­tag (16. März).

Ord­nungs- und Sozi­al­de­zer­nent Frank Gründ­ken mel­de­te nach dem Coro­na-Aus­bruch Ende Febru­ar in einem Wohn­haus Holt­kamp II, dass sich die Lage hier immer wei­ter ent­span­ne. Von den 52 Bewoh­nern haben etwa die Hälf­te die Qua­ran­tä­ne been­det und das Haus ver­las­sen. In die­ser Woche wer­den erneut Tes­tun­gen vor­ge­nom­men, das Gesund­heits­amt über­wa­che die Situa­ti­on, hieß es. Mit­hil­fe von Dol­met­schern leis­te man Auf­klä­rungs­ar­beit und infor­mie­re die Bewoh­ner über den Stand der Din­ge. Das Wohn­haus im Holt­kamp ist pri­vat an drei Fir­men ver­mie­tet, die hier Mit­ar­bei­ter unterbringen.

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Ins­ge­samt 80 Per­so­nen befin­den sich aktu­ell in Wer­ne in Qua­ran­tä­ne, infor­mier­te Mer­tens im Aus­schuss. Dar­un­ter sind sowohl Infi­zier­te als auch deren Kon­takt­per­so­nen. Wenn es um die Ein­hal­tung der Coro­na-Schutz­maß­nah­men geht, macht sie den „Bür­gern ein gro­ßes Kom­pli­ment“. Abstän­de wer­den in der Regel ein­ge­hal­ten und Mas­ken getra­gen, man muss nur ganz sel­ten dis­ku­tie­ren, schil­der­te sie das durch­weg dis­zi­pli­nier­te Ver­hal­ten. Mit den Jugend­li­chen, die die Ska­ter­an­la­ge am Juwel nut­zen, sei ver­ein­bart wor­den, sich hier mit maxi­mal 20 Per­so­nen auf­zu­hal­ten. Das klap­pe gut, schil­der­te Mer­tens die Abstim­mung zwi­schen Jugend­li­chen, Jugend­amt, Jugend­hil­fe und Streetworkern.

Die Mit­ar­bei­ter des Ord­nungs­am­tes wer­den bei ihren Kon­trol­len auch von ande­ren Beschäf­tig­ten aus der Ver­wal­tung unter­stützt, sag­te sie über das „Super-Team“. Auf Kreis­ebe­ne sei man in Sachen Coro­na mit den ande­ren Kreis-Kom­mu­nen in Kon­takt. Per Tele­fon-Kon­fe­renz tau­sche man sich aus, mit dem Ziel, kreis­weit ein mög­lichst ein­heit­li­ches Vor­ge­hen der Ord­nungs­äm­ter umzusetzen.

Frank Gründ­ken ging auf die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen ein. Das sei eine Her­ku­les­auf­ga­be, vor allem ange­sichts der immer neu­en Ver­ord­nun­gen, Die trä­fen meist es am Wochen­en­de ein und müss­ten dann ab Mon­tag umge­setzt und auf Anfra­gen von Bür­gern und Gewer­be­trei­ben­den erläu­tert wer­den. In den ver­gan­ge­nen Wochen habe sich vie­les über­schla­gen, räum­te er ein. Nach dem SEK-Ein­satz im Holt­kamp, der glimpf­lich aus­ge­gan­gen sei, habe man nicht nur in weni­gen Tagen das Impf­zen­trum in der Lin­der­t­hal­le für die Imp­fun­gen der Erzie­her und Lehr­kräf­te auf­ge­baut, son­dern sei auch mit der Ein­rich­tung des Schnell­test­zen­trums am Mitt­woch auf dem Hagen vorn. In den ers­ten zwei Stun­den der Ter­min­ver­ga­be für die Schnell­tests am Mon­tag hät­ten sich bereits 120 Per­so­nen ange­mel­det, schil­der­te er die gro­ße Nach­fra­ge. Nach dem Aus­set­zen der Imp­fun­gen mit dem Astra­Ze­ne­ca-Impf­stoff sei­en die Tes­tun­gen zur­zeit die ein­zi­ge Mög­lich­keit, Infek­ti­ons­her­de zu erkennen.

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