Der „Baum des Anstoßes
Der „Baum des Anstoßes" in der Bonenstraße: Die bereits gepflanzte Pyramiden-Hainbuche vor dem Restaurant La Strada darf nun bleiben. Foto: Wagner
Anzeige

Werne. Mit ihrem Dringlichkeitsantrag, auf die Baumpflanzung vor dem Restaurant La Strada in der Bonenstraße zu verzichten, zog die CDU-Fraktion in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung deutliche Kritik aus der Runde auf sich und – so viel vorneweg – ihren Antrag zurück. Denn dem Verzicht auf den inzwischen gepflanzten Baum mochte in den anderen Fraktionen ohnehin niemand unterschreiben.

Bürgermeister Lothar Christ, der an der Sitzung am Montag teilnahm, machte klar: „Wir handeln nicht plötzlich anders, als es im Ausschuss beschlossen wurde.“ Er verwies auf die rund 10.000 Euro teure Unterkonstruktion für die Baumpflanzung, die im Zuge der aufwendigen Sanierung der Fußgängerzone eigens eingebaut worden war.

Anzeige

„Wir haben eine sehr schöne neue Bonenstraße bekommen “, rückte er vielmehr die seit Jahren geforderte und Neugestaltung des Straßenzuges in den Mittelpunkt. Dies sei dabei ganz in den Hintergrund geraten. „Das ist ein Sturm im Wasserglas“, monierte er und signalisierte zugleich Entgegenkommen in Richtung Restaurantbetreiber. „Wir sind gerne behilflich, einen anderen Standort für den Sonnenschirm zu finden, es ist genug Platz.“

Salvatore Macculi hatte befürchtet, dass durch die Pflanzung der Platz für einen Teil seiner Tische genommen würde. Auf ein vor dem La Strada ebenfalls geplantes Spielgerät werde hier verzichtet, ergänzte der Bürgermeister.

Adrian Kersting, Leiter Straßen und Verkehr, wiederholte, dass die Ausbaupläne bekannt gewesen seien. Man werde schauen, wo man das Spielgerät aufstellen könne, versicherte er. Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen), pflichtete ihm bei. „Wir machen nichts ohne Bürgerbeteiligung und Baustellengespräche, das ist unglaublich“, fand er. Lieber hätte er sogar statt des „Himbeerstrauchs“ einen „vernünftigen Baum“ gesehen.

Ausschussvorsitzende Uta Leisentritt (CDU) lenkte ein: „Das ist ein Superkompromissvorschlag.“ Wenn eine Lösung für den Schirm gefunden werde, nehme man den Kompromiss an.

Anzeige