Mittwoch, Juli 6, 2022

3. Dezember: Tag der Menschen mit Behinderungen

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Kreis Unna. Inklu­si­on – Was heißt das eigent­lich genau? Ohne Bar­rie­ren den All­tag beschrei­ten. Dazu­ge­hö­ren und an allen Berei­chen des Lebens teil­ha­ben. Bestehen­de Bar­rie­ren für Men­schen mit Behin­de­run­gen besei­ti­gen – neue Bar­rie­ren gar nicht erst ent­ste­hen las­sen. Dar­an erin­nert der Kreis Unna anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Tages der Men­schen mit Behin­de­run­gen am 3. Dezember.

„Der Inter­na­tio­na­le Tag der Men­schen mit Behin­de­run­gen wird seit 1993 jähr­lich am 3. Dezem­ber began­gen. Aus­ge­ru­fen wur­de er 1992 von den Ver­ein­ten Natio­nen“, erläu­tert Jen­ni­fer Schman­dt. Sie ist Inklu­si­ons­be­auf­trag­te beim Kreis Unna. „Das Ziel ist es das Bewusst­sein für die Belan­ge von Men­schen mit Behin­de­run­gen zu schär­fen. Lei­der sind immer noch Sozia­le Aus­gren­zung, Ver­ar­mung und Gewalt bit­te­re Rea­li­tät vie­ler Men­schen mit Behinderungen.“

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Bar­rie­re­frei­heit und Teilhabe

Die Inklu­si­ons­be­auf­trag­te unter­streicht, dass jeder ein­zel­ne dafür einen Bei­trag leis­ten kann. „Bar­rie­re­frei­heit und Teil­ha­be müs­sen eine Selbst­ver­ständ­lich­keit wer­den. Von die­ser inklu­si­ven Gesell­schaft sind wir aller­dings noch ein gan­zes Stück weit ent­fernt.“ Sie appel­liert, dass ein Umden­ken statt­fin­den müs­se: weg vom Defi­zit, hin zu den Chan­cen. „Eltern mit einem Kin­der­wa­gen wer­den ganz anders wahr­ge­nom­men als Men­schen mit einem Roll­stuhl oder einer Geh­hil­fe. Der Kin­der­wa­gen ist posi­tiv besetzt, wäh­rend ein Roll­stuhl auf ein ver­meint­li­ches Defi­zit hin­weist dabei sind die Bar­rie­ren, auf die Per­so­nen mit einem Kin­der­wa­gen oder Per­so­nen mit einem Roll­stuhl tref­fen, ähnlich.“

Zum Inter­na­tio­na­len Tag der Men­schen mit Behin­de­run­gen macht Jen­ni­fer Schman­dt dar­auf auf­merk­sam, dass die Behin­de­run­gen so viel­fäl­tig sind wie die Mensch­heit selbst: psy­chi­sche Behin­de­run­gen, geis­ti­ge Behin­de­run­gen und auch kör­per­li­che Behin­de­run­gen – die nicht sicht­bar sein müs­sen und auch jun­ge Men­schen sowie Kin­der betreffen.

Jeder vier­te Mensch im Kreis Unna hat eine Behinderung

Im Kreis Unna beträgt der Anteil von Men­schen mit einer Behin­de­rung übri­gens über 26 Pro­zent – das ist mehr als jeder Vier­te. „Auch wenn die­se Zah­len ver­deut­li­chen, dass es um einen gro­ßen Per­so­nen­kreis geht, geht es am Ende um jeden Ein­zel­nen“, erklärt Jen­ni­fer Schmandt.

Die Kreis­ver­wal­tung Unna und ihre Gesell­schaf­ten haben sich der Umset­zung der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on ver­pflich­tet und ver­ste­hen Inklu­si­on als Quer­schnitts­auf­ga­be in der Ver­wal­tung. Bewusst­seins­bil­dung der Mit­ar­bei­ten­den, poli­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on betrof­fe­ner Per­so­nen und der Abbau von sicht­ba­ren und unsicht­ba­ren Bar­rie­ren sind zen­tra­le The­men. „Wir ent­wi­ckeln uns bei die­sem Pro­zess ste­tig wei­ter und ler­nen nie aus, denn Still­stand darf es bei die­sem The­ma nicht geben.“ PK | PKU

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