Montag, Januar 24, 2022

3. Dezember: Tag der Menschen mit Behinderungen

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Kreis Unna. Inklu­sion – Was heißt das eigentlich genau? Ohne Bar­ri­eren den All­t­ag beschre­it­en. Dazuge­hören und an allen Bere­ichen des Lebens teil­haben. Beste­hende Bar­ri­eren für Men­schen mit Behin­derun­gen beseit­i­gen – neue Bar­ri­eren gar nicht erst entste­hen lassen. Daran erin­nert der Kreis Unna anlässlich des Inter­na­tionalen Tages der Men­schen mit Behin­derun­gen am 3. Dezember.

„Der Inter­na­tionale Tag der Men­schen mit Behin­derun­gen wird seit 1993 jährlich am 3. Dezem­ber began­gen. Aus­gerufen wurde er 1992 von den Vere­in­ten Natio­nen“, erläutert Jen­nifer Schmandt. Sie ist Inklu­sions­beauf­tragte beim Kreis Unna. „Das Ziel ist es das Bewusst­sein für die Belange von Men­schen mit Behin­derun­gen zu schär­fen. Lei­der sind immer noch Soziale Aus­gren­zung, Ver­ar­mung und Gewalt bit­tere Real­ität viel­er Men­schen mit Behinderungen.“

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Bar­ri­ere­frei­heit und Teilhabe

Die Inklu­sions­beauf­tragte unter­stre­icht, dass jed­er einzelne dafür einen Beitrag leis­ten kann. „Bar­ri­ere­frei­heit und Teil­habe müssen eine Selb­stver­ständlichkeit wer­den. Von dieser inklu­siv­en Gesellschaft sind wir allerd­ings noch ein ganzes Stück weit ent­fer­nt.“ Sie appel­liert, dass ein Umdenken stat­tfind­en müsse: weg vom Defiz­it, hin zu den Chan­cen. „Eltern mit einem Kinder­wa­gen wer­den ganz anders wahrgenom­men als Men­schen mit einem Roll­stuhl oder ein­er Gehhil­fe. Der Kinder­wa­gen ist pos­i­tiv beset­zt, während ein Roll­stuhl auf ein ver­meintlich­es Defiz­it hin­weist dabei sind die Bar­ri­eren, auf die Per­so­n­en mit einem Kinder­wa­gen oder Per­so­n­en mit einem Roll­stuhl tre­f­fen, ähnlich.“

Zum Inter­na­tionalen Tag der Men­schen mit Behin­derun­gen macht Jen­nifer Schmandt darauf aufmerk­sam, dass die Behin­derun­gen so vielfältig sind wie die Men­schheit selb­st: psy­chis­che Behin­derun­gen, geistige Behin­derun­gen und auch kör­per­liche Behin­derun­gen – die nicht sicht­bar sein müssen und auch junge Men­schen sowie Kinder betreffen.

Jed­er vierte Men­sch im Kreis Unna hat eine Behinderung

Im Kreis Unna beträgt der Anteil von Men­schen mit ein­er Behin­derung übri­gens über 26 Prozent – das ist mehr als jed­er Vierte. „Auch wenn diese Zahlen verdeut­lichen, dass es um einen großen Per­so­n­enkreis geht, geht es am Ende um jeden Einzel­nen“, erk­lärt Jen­nifer Schmandt.

Die Kreisver­wal­tung Unna und ihre Gesellschaften haben sich der Umset­zung der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion verpflichtet und ver­ste­hen Inklu­sion als Quer­schnittsauf­gabe in der Ver­wal­tung. Bewusst­seins­bil­dung der Mitar­bei­t­en­den, poli­tis­che Par­tizipa­tion betrof­fen­er Per­so­n­en und der Abbau von sicht­baren und unsicht­baren Bar­ri­eren sind zen­trale The­men. „Wir entwick­eln uns bei diesem Prozess stetig weit­er und ler­nen nie aus, denn Still­stand darf es bei diesem The­ma nicht geben.“ PK | PKU

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