Sonst ein gewohntes Bild zu Beginn der Sommerferien: Jugendpflegerin Dagmar Reuter und ihr Team aus Mitarbeitern und Honorarkräften empfangen die Kids in Wernutopia. In diesem Jahr ist vieles anders. Foto: Jugendamt Werne (A)
Sonst ein gewohntes Bild zu Beginn der Sommerferien: Jugendpflegerin Dagmar Reuter und ihr Team aus Mitarbeitern und Honorarkräften empfangen die Kids in Wernutopia. In diesem Jahr ist vieles anders. Foto: Jugendamt Werne (A)
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Werne. Die Kinderferienstadt Wernutopia fällt in diesem Jahr wegen Corona aus (WERNEplus berichtete). Für die Mädchen und Jungen im Offenen Ganztag (OGS) der Klassen eins bis sechs hat sich die Verwaltung aber eine abwechslungsreiche Alternative einfallen lassen. Statt 150 Kinder werden es diesmal nur rund 80 sein, die dezentral an einem Zirkusprojekt und weiteren Angeboten teilnehmen könnnen.

“In Corona-Zeiten können sich die Eltern eine Ferienbetreuung nicht vorstellen. Daher ist die Teilnehmerzahl überschaubar geblieben”, erklärt Schulamtsleiterin Liane Jäger. An der Wiehagenschule, der Uhlandschule und der Kardinal-von-Galen-Schule in Stockum kommen die Kinder gemäß der Corona-Schutzverordnung in Kleingruppen zusammen. Die Wiehagenschule und Kardinal-von-Galen-Schule beteiligen sich an einem Zirkusprojekt, angeboten von “Ruhrpott-Events” – an jedem Standort zwei Tage in jeder der ersten drei Ferienwochen. “Die Uhlandschule hat ein anderes Programm rund um das Thema ‘Natur erleben’ geplant und führt es seit heute durch. Das wollten wir nicht unterbinden. Im Gegenteil. Das Engagement ist lobenswert”, so Jäger weiter.

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“Der Zirkus wird leider nicht in einer Vorstellung münden. Aber wir werden die Auftritte filmen und zusammenschneiden”, berichtet Monika Franztmann, Bereichsleiterin der Jugendhilfe, die das alternative Ferienprogramm mit weiteren Angeboten unterstützt. Jonglage und Akrobatik – ähnlich wie beim Straßen-Festival – stehen dann auf dem Programm.

Der Lions Club Werne in Westfalen beteiligt sich finanziell an einem besonderen Projekt in den Ferienwochen vier bis sechs, das sich an die Fünft- und Sechstklässler der Marga-Spiegel-Schule (MSS) und des Anne-Frank-Gymnasiums richtet. Der Verein Chancenwerk aus Castrop-Rauxel bietet vormittags in den MSS-Räumen eine Deutsch-Intensiv-Nachhilfe in Kleinstgruppen. “Für Grundschüler wäre das in den Ferien nicht zielführend”, erklärt Liane Jäger: “Aber wir sind in Gesprächen für ein Angebot zwischen Sommer- und Herbstferien, um Defizite im sprachlichen Bereich aufzuholen.” Für die Nachhilfe wurden gezielt 23 SchülerInnen in Absprache mit den Schulleitungen eingeladen. Kosten entstehen nur für das Mittagessen. Innerhalb einer Woche habe es die Schulverwaltung auch geschafft, einen Fördertopf des Landes NRW “anzuzapfen”.

Nachmittags gibt es ein Frezeitangebot mit Michael Gick (u.a. Zauberei) und “Ruhrpott Events” (u.a. Bogenschießen) rund um das Jugendzentrum JuWeL an der Bahnhofstraße.

“Bei den Planungen sind wir auf verständnisvolle Eltern gestoßen. Dafür bedanke ich mich, genauso wie bei den Lions, ohne die wir das Nachhilfe-Projekt nicht hätten stemmen können”, meint Jugenddezernent Alexander Ruhe.

Weitere Kinder erreichen die Jugendzentren JuWeL und Paradise mit einem ebenfalls attraktiven Ferienprogramm (WERNEplus berichtete). Anmeldungen sind möglich. Infos unter https://werne-plus.de/gesellschaftlich/2020/abwechslung-pur-in-den-sommerferien/

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