Seit der Corona-Krise kontrolliert das Ordnungsamt die Einhaltung der Auflagen in der Innenstadt oder auch Quarantänemaßnahmen. Archivfoto Karin Hillebrand
Seit der Corona-Krise kontrolliert das Ordnungsamt die Einhaltung der Auflagen in der Innenstadt. Archivfoto Karin Hillebrand
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Werne. Auch wenn sich die Hochgeschwindigkeits-Karussells der abgesagten Sim-Jü-Kirmes diesmal nicht drehen und die ersatzweise geplante Mini-Sim-Jü als „Vertretung“ ebenfalls ausfiel, zeigten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes am vergangenen Wochenende mit Blick auf etwaige spontane Sim-Jü-Geselligkeit und Corona-Auflagen bei verstärkten Kontrollen in der Innenstadt Präsenz. Ergebnis: Fünf festgestellten Verstößen gegen die Sperrstunde standen disziplinierte Bürger gegenüber, die sich mehrheitlich an die erweiterte Maskenpflicht halten.

Neben der Kontrolle der Einhaltung von Corona-Auflagen wie Sperrstunde und Maskenpflicht, hatte man sich beim Ordnungsamt vor dem Wochenende darauf eingestellt, dass es trotz der Volksfest-Absage möglicherweise zu spontanen Treffen in den Gaststätten und in der Innenstadt kommen könnte. Erschwerend sei das Derby zwischen den Revierclubs Borussia Dortmund und Schalke 04 am Samstagabend hinzugekommen, sagte Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens am Montag gegenüber WERNEplus. „Wir haben vor dem Wochenende überlegt, wie sich das auswirken könnte“, schilderte sie die präventiven Planungen.

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Die Aufmerksamkeit des Ordnungsamtes im Verbund mit dem BAK-Wachdienst, Streetwork und Polizei gilt aber auch am Montag und besonders für den Dienstag, denn dann ist an den weiterführenden Schulen schulfrei. Da behalte man tagsüber mögliche Treffpunkte der Jugendlichen wie Jugendzentrum, Gradierwerk oder Sportplätze im Auge, hieß es.

Bei den Gaststättenkontrollen am Freitagabend notierte das Ordnungsamt allerdings Verstöße gegen die Sperrstunde. Fünf Wirte hatten es mit der im Kreis Unna geltenden Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr nicht so genau genommen. Im Einzelfall könne das zu Bußgeldern von 500 bis 1000 Euro führen, erläuterte Kordula Mertens. Geklärt werde dies nun bei einer Anhörung. So sei es ein beispielsweise Unterschied, ob der letzte Gast beim Wirt kurz nach 23 Uhr gerade seine Rechnung begleicht oder ob die Sperrstunde deutlich überzogen wurde, hieß es sinngemäß. Am Samstagabend dagegen sei alles sehr gut gelaufen, so Mertens. Das galt auch für die Fußballfans, die das Spiel offenbar eher in kleineren Runden privat verfolgt hatten.

Generell fiel die Bilanz des Wochenendes laut Mertens positiv aus und sie erwartete nach diesen Erfahrungen auch für heute und morgen keine Probleme.

Die erweiterte Maskenpflicht für die Innenstadt nehmen die Werner Bürger offenbar mit viel Disziplin auf. „Sie halten sich sehr gut daran“, sagte Mertens über den aller größten Teil der Passanten.

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