Die „SURFWRLD“ dürfte zum Hotspot in Werne werden. Foto Privat
Die „SURFWRLD“ dürfte zum Hotspot in Werne werden. Foto Privat
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Werne. Die perfekte Welle soll ab Frühjahr 2023 im weltweit größten Surfpark in Werne anlanden. „SURFWRLD“ dürfte dann zum Hotspot werden, der Windsurfer aus der weiten Region anzieht. Davon sind Bürgermeister Lothar Christ und Dr. Michael Detering für den Projektträger SW GmbH & Co. KG zutiefst überzeugt, wie im heutigen Pressegespräch im Fotostudio Hövener an der Flöz-Zollverein-Straße deutlich wurde.

„Wir freuen uns sehr, heute eine wirklich spannende Idee für das freie Zechengelände in Werne vorzustellen“ sagte Wernes Bürgermeister zu dem in der ersten Ausbaustufe 30 Millionen Euro teuren Vorhaben. Das gilt für den Verwaltungschef umso mehr, als damit endlich eine Lösung für die Brache gefunden wurde, die hier seit der Stilllegung der Zeche 1975 klafft. Seit damals habe man keine neue Entwicklung hinbekommen, erinnerte er daran, das Pläne für Wohnbebauung an der Bodenbelastung oder Gewerbeansiedlungen an der mangelnden Größe gescheitert waren, resümierte Christ nun: „Das ist ein wichtiger Tag, das ist ein Highlight für die gesamte Region.“ Die Entwicklung ist auch kein Schnellschuss. Man hab genau geprüft und das Projekt mit Vertretern der Bezirksregierung, der Metropole Ruhr, des Regionalverbands Ruhrgebiet (RVR) gesprochen. Es habe nur gespannte und positive Reaktionen gegeben, versicherte Lothar Christ.

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Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Werne soll der weltweit größte Surfpark entstehen. Projektträger SURFWORLD SW GmbH & Co KKG und die Stadt Werne stellen heute die spektakulären Pläne vor. Lothar Christ (von links), Ralf Bülte, Carolin Brautlecht, Dr. Michael Dannebom, Dr. Michael Detering, Karl-Friedrich Ostholt. Foto: Gaby Brüggemann
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Werne soll der weltweit größte Surfpark entstehen. Projektträger SURFWORLD SW GmbH & Co KKG und die Stadt Werne stellen heute die spektakulären Pläne vor. Lothar Christ (von links), Ralf Bülte, Carolin Brautlecht, Dr. Michael Dannebom, Dr. Michael Detering, Karl-Friedrich Ostholt. Foto: Gaby Brüggemann

Das Leuchtturmprojekt lädt als Freizeitanlage von März bis Oktober zum Wellenreiten und anderen Sportarten ein und soll im Winter für Wissenschaft und Technik genutzt werden. Hier kommen auch die RWTH Aachen und die Technische Hochschule Köln als Kooperationspartner ins Spiel.

Das 15 Hektar große Areal auf dem ehemaligen Zechengelände ist ideal, finden nicht nur Verwaltungschef und Projektierer, sondern auch Stadtplaner Ralf Bülte und Wirtschaftsförderin Carolin Brautlecht. Die Chancen für Werne und die Region überzeugten nach eigenem Bekunden auch Dr. Michael Dannebom, Wirtschaftsförderer des Kreises Unna. „Der Kreis Unna ist von Kraftwerksschließungen betroffen, wir brauchen neue Impulse, Arbeitsplätze und Wertschöpfung Wir haben das Projekt geprüft und sehen erhebliche Beschäftigungseffekte“. Ebenso treffen die Pläne beim derzeitigen Eigentümer, der RAG Aktiengesellschaft auf Zustimmung.

Die SURFWRLD wird zweimal so viele Becken, fast dreimal so viel Wasserfläche und fast viermal längeres Surfen am Stück als herkömmliche Anlagen dieser Art bieten“, brachte es Detering auf den Punkt. Der Unternehmer und Ingenieur mit Leidenschaft für Forschung lebt mit seiner Familie selbst in Werne. Der Surfpark verspreche eindrucksvolle Aktivitäten direkt vor der Haustür und mitten im Herzen von NRW. Ähnliche Freizeitanlagen im Ausland zögen bereits zahlreiche Wassersportler und Besucher an, sieht Detering das große Potenzial, vom dem auch die Stadt profitiere.

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