Wegen Corona – Solebad-Zuschuss steigt um 550.000 Euro

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Werne. „Die Corona-Pandemie hat dramatische Auswirkungen auf das Solebad“, bilanzierte Jürgen Thöne, Geschäftsführer der Natur-Solebad Werne GmbH, am Donnerstag im Betriebsausschuss Bad. Unterm Strich muss die Stadt Werne den normalen Zuschuss von rund zwei Millionen für das Bad in 2020 kräftig erhöhen. Bereits im Juni habe der Rat deshalb nachjustiert und eine Anpassung des Wirtschaftsplanes und eine Erhöhung des Zuschusses an die Natur-Solebad Werne GmbH in Höhe von ca. 550.000 Euro beschlossen, erläuterte Dezernent Frank Gründken zu den Corona-Kosten für das Bad.

Dabei habe man nach der Eröffnung im April 2019 für 2020 erstmals auf ein volles Geschäftsjahr gehofft, schilderte Jürgen Thöne. Das werde nun aber vor 2022 nicht möglich sein, denn der seit dem 1. November geltende Teil-Lockdown wird ins neue Jahr 2021 hinüberschwappen und gelte – Stand jetzt – bis mindestens 10. Januar, bestätigte Gründken in der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode, die der neue Vorsitzende Jörg Weber (CDU) eröffnet hatte.

Schließungen, Teilöffnungen, zuerst im Freibadbereich und dann im Hallenbad, waren die Konsequenz der Pandemie. Auch die Zahl der Gäste, die gleichzeitig eingelassen werden, musste begrenzt werden. Hinzu kamen Aufwendungen für das Hygienekonzept. Kurzarbeit für die Mitarbeiter zählten ebenso zu den Folgen wie die Notwendigkeit, das Bad während der Schließungen auf einen energiesparenden Stand-by-Betrieb (Wasser- /Lufttemperaturen/ elektrische Pumpen) herunterzufahren. Ein völliges Abschalten wäre jedoch teurer gekommen, als der Sparmodus, erläuterte Gründken. „Wir hatten das Ziel, das Bad für einer erlaubte Öffnung schnell wieder in Betrieb zunehmen.“ Bei einer Abschaltung hätte allein die Prüfung der Wasserqualität von der Probenentnahme bis zum Ergebnis zwei Wochen gedauert, machte er deutlich.

Die wie üblich über Sim-Jü geplante Wartung wurde verschoben, um nach Absage der Kirmes und deren Mini-Ausgabe in den Herbstferien eine Ferienangebot für die Kinder zu haben. Das wurde von den Gästen des Solebades auch dankbar angenommen, hieß es.

Insgesamt 136.354 Besucher, so Jürgen Thöne, lösten 2020 eine Eintrittskarte ins Bad, darunter waren unter anderem 11.000 Vereinsmitglieder und 6.000 Schüler ins Bad. Die Sole nutzten 78.000 Gäste. Der heftige Einbruch der Besucherzahlen lässt sich am Vergleich der Monate zwischen Mai und November 2019 und 2020 ablesen. 163.000 Badegäste waren es im Vorjahr in diesem Zeitraum und 75.000 in diesem Jahr. „Ein Rückgang um 54 Prozent“, fasste Thöne zusammen.

Bis zur hoffentlich möglichen Wiedereröffnung im Januar will sich die Natur-Solebad GmbH mit Radiospots bei Antenne Unna und dem Gutschein-Verkauf für eifrige Solebad-Kunden in Erinnerung halten. „Wir müssen im Gespräch bleiben“, argumentierte der Geschäftsführer der Bad-GmbH und zeigte ein gelbes Plüsch-Seepferdchen als neues Solebad-Souvenir vor. Man wolle sobald wie möglich wieder öffnen, denn das Schwimmen sei eben vor allem für die Gesundheit von Alt und Jung von Bedeutung, betonte Thöne.

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