An dieser Stelle, Kreuzung Penningrode/Fürstenhof, sei in Zukunft auch ein Kreisverkehr denkbar. Foto: Wagner
An dieser Stelle, Kreuzung Penningrode/Fürstenhof, sei in Zukunft auch ein Kreisverkehr denkbar. Foto: Wagner
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Werne. Die Vermessungstechniker sind an den Straßen Penningrode, Ovelgönne und Selmer Landstraße – vom Übergang Hansaring bis zum Kreisverkehr der Umgehensstraße L518 – beschäftigt. Bekanntlich sind diese Straßen der Obhut des Kreises Unna zugeschrieben. Dieser startet nun die Überplanung des kompletten Straßenkörpers.

“Die Vermessung findet statt, um die exakte Topografie aufzunehmen, die wir dann einem Ingenieurbüro zur Verfügung stellen”, bestätigte Jürgen Busch, Leiter des Tiefbauamtes im Kreishaus und damit für den Bereich der Straßenunterhaltung zuständig, auf Anfrage von WERNEplus. Noch sind die vorbereitenden Arbeiten nicht abgeschlossen. Erst danach findet die Ausschreibung und schließlich die Vergabe des Auftrages sowie die Absprache mit der Stadtverwaltung statt.

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Insgesamt ist die Überplanung millionenschwer, wird aber besonders die RadfahrerInnen in Werne freuen, denn auf deren Wegen finden sich zahlreiche Schlaglöcher.

“Bis zum Herbst sind die Vermessungsarbeiten abgeschlossen. Dann nimmt alles seinen Gang. 2022 würden wir gerne bauen”, berichtete Jürgen Busch. Es geht um Geh- und Radwege, Parkraum sowie mögliche Kreisverkehre. “Wir sind offen für alles und gehen ohne Emotionen an die Planung. Natürlich schauen wir uns auch die Verkehrszahlen genau an”, erläutert Busch. Denkbar sei beispielsweise ein Kreisverkehr statt der Kreuzung Penningrode/Fürstenhof. “Die Ampelanlagen auf dem Straßenkörper sind nicht so alt, um sie ersetzen zu müssen. Wir müssen schauen, welche Maßnahmen wo Sinn machen.” Eine Tempo-30-Zone sei allerdings nicht geplant. Dafür sieht der Kreis-Tiefbauamtsleiter aufgrund der Fahrbahnbreite von 6,5 Metern keine Notwendigkeit.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich wahrscheinlich auf 4,8 Million Euro. Einen Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro komme vom Land Nordrhein-Westfalen, so Busch. Und schließlich müsse sich die Stadt Werne mit 1,2 Millionen Euro beteiligen, denn diese sei für Gehwege und Parkflächen verantwortlich.

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