Dienstag, März 21, 2023

Neuer Kreisverkehr öffnet sichere Wege zur Innenstadt

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Wer­ne. Müns­ter­stra­ße, Beck­loh­hof und Burg­stra­ße sind ab sofort „neu ver­knüpft“. Bür­ger­meis­ter Lothar Christ eröff­ne­te den Kreis­ver­kehr heu­te Mit­tag (Frei­tag) coro­nabe­dingt in klei­ner Run­de, dafür aber mit gro­ßer Freu­de. Denn der ers­te Bau­stein des als Regio­na­le begon­ne­nen Pro­jekts „Wer­ne neu ver­knüpft“ öff­net den Weg in die Innen­stadt für den Wer­ner Wes­ten und nimmt auf der alten B54 das Tem­po des moto­ri­sier­ten Ver­kehrs her­aus. Gleich­zei­tig kom­men Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger auf siche­ren und bar­rie­re­ar­men Wegen am Krei­sel und ent­lang der bereits zur Gemein­de­stra­ße umge­wid­me­ten Müns­ter­stra­ße zum Ziel.

Der Abbruch der Fuß­gän­ger­brü­cke am 6. Dezem­ber 2019 war zugleich das Auf­bruch-Signal. Mit den Anfang Mai begon­ne­nen Bau­ar­bei­ten für den Krei­sel leg­ten die Bau­fir­ma Poll­mann, das Pla­nungs­bü­ro Duk­sa und die Mit­ar­bei­ter der Abtei­lung Straßen/ Ver­kehr um Lei­ter Adri­an Kers­t­ing eine Punkt­lan­dung hin. Jetzt fließt der Ver­kehr ruhi­ger und ist ein sicht­ba­res Zei­chen für wei­te­re Infra­struk­tur­maß­nah­men, die fol­gen sollen.

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„Einen gro­ßer Fort­schritt für die Ver­kehrs­si­cher­heit“, bewer­te­te der Bür­ger­meis­ter die Maß­nah­me und blick­te aus gege­be­nen Anlass auf den Aus­bau der frü­he­ren B54 zurück. „Vor 50 Jah­ren hat man brei­te Stra­ßen gebaut, mit viel Platz für den Auto­ver­kehr, der unge­hin­dert flie­ßen sollte.”

„Heu­te gilt das Gegen­teil“, schil­der­te er die neue Phi­lo­so­phie, nach der alle Ver­kehrs­teil­neh­mer berück­sich­tigt wer­den sol­len. Die Stra­ßen­brei­te wer­de von elf auf acht Meter zurück­ge­baut, das Tem­po der Motor­fahr­zeu­ge auf Tem­po 30 begrenzt. Außer­dem sor­ge der Kreis­ver­kehr für Ver­kehrs­be­ru­hi­gung. Fahr­rad- und Fuß­gän­ger­freund­lich­keit sei­en das Ziel. An dem brei­ten Fuß­gän­ger­über­we­gen wur­den tak­ti­le Plat­ten für Men­schen mit Seh­be­hin­de­rung ver­baut. Das schaf­fe auch für die Bewoh­ner des Senio­ren­hei­mes eine bar­rie­re­ar­me Ver­bin­dung in die Innen­stadt, ergänz­te Christ.

„Wir wol­len den Auto­ver­kehr redu­zie­ren, aber nicht igno­rie­ren“, beton­te er außer­dem, dass der süd­li­che und nörd­li­che Teil des Beck­loh­ho­fes nicht zuguns­ten von Fahr­rad­stra­ßen gesperrt wer­den sol­len, um poten­zi­ell stei­gen­den Durch­gangs­ver­kehr zu ver­hin­dern (WERN­Eplus berich­te­te). Laut Ver­kehrs­gut­ach­ten sei dies auch nicht zu erwar­ten. So füh­re die Öff­nung durch den Kreis­ver­kehr auch zu einer Ent­las­tung von Ten­ha­gen- und Jüngststraße.

Denn: Immer, wenn man an einer Stel­le absper­re, sor­ge man an ande­rer Stel­le für mehr Ver­kehr. Gleich­wohl kön­ne man zum Bei­spiel über­le­gen, den nörd­li­chen Teil des Beck­loh­ho­fes als Ein­bahn­stra­ße einzurichten.

Dem Fort­schritt an der Müns­ter­stra­ße sol­len wei­te­re Maß­nah­men fol­gen. Bis Endes des Jah­res wird an dem Rück­bau des Stra­ßen­ab­schnitts zwi­schen Kreis­ver­kehr und Stadt­haus und dem Bau eines wei­te­ren Krei­sels geplant. Dann könn­ten die Bau­ar­bei­ten dort Anfang 2021 begin­nen, kün­dig­te Christ an.

„Wir müs­sen unse­re Anstren­gun­gen ver­dop­peln und ver­drei­fa­chen“, sprach er wei­te­re Maß­nah­men für mehr Fahr­rad- und Fuß­gän­ger­freund­lich­keit an. Auch an Ovel­gön­ne und Pen­nin­gro­de gel­te es, den Platz für die Autos zu ver­rin­gern. Bei­de Stra­ßen wur­den von Lan­des- zu Kreis­stra­ßen umge­wid­met und der Kreis habe zuge­sagt, die Ver­kehrs­si­tua­ti­on auch hier mit einem Rück­bau und dem Anle­gen von Que­run­gen zu ver­bes­sern. Die Pkw könn­ten die Orts­um­ge­hung B54 nutzen.

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