Pragmatische Übergangslösung: Bürgermeister Lothar Christ (rechts) und Adrian Kersting (Leitung Tiefbauabteilung) auf dem frisch markierten Radweg entlang der Münsterstraße. Foto: Gaby Brüggemann
Pragmatische Übergangslösung: Bürgermeister Lothar Christ (rechts) und Adrian Kersting (Leitung Tiefbauabteilung) auf dem frisch markierten Radweg entlang der Münsterstraße. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Signalrot markiert der neue Radweg an der Münsterstraße (Horne-Seite) ab sofort eine sichere Fahrspur für Radler. „Wir wollen dem Radverkehr mehr Raum geben, nicht erst warten, bis eine Straße saniert werden muss“, begründete Bürgermeister Lothar Christ zusammen mit Tiefbauamtsleiter Adrian Kersting beim Ortstermin. Im Anschluss an die Straßenmarkierungen für den Kreisel hatte man kurzerhand auch den Extra-Anstrich für einen Radweg geordert. Mit wenig Aufwand und 23.000 gut angelegten Euros habe man eine schnelle Übergangslösung realisiert. So ist die Münsterstraße zwischen Steintor-Kreuzung und Hansaring nun beidseitig mit Radwegen ausgestattet.

Neben der Aufwertung des Radverkehrs durch die Maßnahme sei nun auch gut erkennbar, dass der Kreisverkehr gleichberechtigt von Autos und Radfahrern genutzt werden darf, denn hier gilt Tempo 30. Die Ausweisung eines eigenen Radstreifens in dem eher kleinen Kreisverkehr war hier allerdings nicht möglich. Das wird bei anderen drei geplanten Kreisverkehren am Stadthaus (2), an der Steintor-Kreuzung (3) und schließlich an der Kreuzung Hansaring (4) aber anders sein. Hier seien Spuren für Radler vorgesehen.

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Einzig bei dem Abschnitt zwischen Kreisverkehr und Stadthaus habe man sich aus Kostengründen auf einen Schutzstreifen mit gestrichelter Linie beschränkt, der auch vom Autoverkehr genutzt werden darf. Hier beginne schon 2021 der Umbau des Verkehrsraums, ordnete Kersting ein.

Die jetzt gefundene Übergangslösung sei auch noch nicht der „Weisheit letzter Schluss“, verwiesen Bürgermeister und Abteilungsleiter auf das Gesamtkonzept, an dem gearbeitet werde. Wie berichtet, soll Ende des Jahres eine erste Richtschnur vorliegen. Zum Teil auch parallel werden Planungen, Ausschreibungen und Ausführungen der Projektabschnitte zu „Werne neu verknüpft“ umgesetzt. Dabei werde man die Initiative Radverkehr und die Ortsgruppe des ADFC in die Gestaltung einbeziehen, versicherte Christ.

Weil die Umgestaltung des Abschnitts zwischen Kreisverkehr und Stadthaus im Rahmen des Projektes „Werne neu verknüpft“ schon 2021 ansteht, hat man sich hier auf einen Schutzstreifen für Radler beschränkt. Foto: Gaby Brüggemann
Weil die Umgestaltung des Abschnitts zwischen Kreisverkehr und Stadthaus im Rahmen des Projektes „Werne neu verknüpft“ schon 2021 ansteht, hat man sich hier auf einen Schutzstreifen für Radler beschränkt. Foto: Gaby Brüggemann

Ähnlich wie bei der Sanierung der Innenstadt werde das 21-Millionen-Projekt, das Werne mit Hilfe von Fördermittel stemmen will, mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Grundlage für die Bewilligung des Regionale-Projekts habe die Umwidmung der alten B54 durch Wernes Mitte in eine Gemeindestraße gegeben. Den Unterhaltungsrückstand der Bundesstraße glich der Straßenbaulastträger mit 500.000 Euro aus. Das war der Grundstock für den Eigenanteil der Stadt, erläuterte Christ.

Apropos Kreisverkehr: Hier gibt es Ideen für eine schöne Gestaltung der bislang schmucklosen Halbkugel, ließ der Bürgermeister durchblicken. Bevor die Politik beraten habe, mochte er aber keine Details verraten. Nur soviel, Leerrohre für eine Beleuchtung sind schon verlegt.

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