In der Marktgasse entstehen in Laufrichtung zur Gaststätte Fränzers zwei Bodenplatten, die an die jüdische Synagoge und Schule erinnern sollen. Foto: Wagner
In der Marktgasse entstehen in Laufrichtung zur Gaststätte Fränzers zwei Bodenplatten, die an die jüdische Synagoge und Schule erinnern sollen. Foto: Wagner
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Werne. In der Marktplatzgasse wird zur Erinnerung an den Standort der ehemaligen jüdischen Schule und der Synagoge eine Bodenplatte verlegt. Das beschloss der Kulturausschuss. Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer stellte das Projekt, das 3.000 Euro kosten wird. Die Ausschussmitglieder einigten sich einstimmig auf einen weniger textlastigen Entwurf im Querformat.

Um in angemessener Weise an den Standort der ehemaligen jüdischen Schule und der Synagoge zu erinnern, wurde die Verwaltung beauftragt, verschiedene Lösungen vorzustellen. Der Vorschlag lautete, zwei steinerne Bodenplatten von etwa 70×100 Zentimeter direkt nebeneinander am Eingang der Gasse zu verlegen.

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Der Text auf den Platten enthält die grundlegenden Informationen. Auch die Herkunft der Gebäudeskizzen, die jeweils aus dem Gedächtnis angefertigt wurden, wurde aus Platzgründen nicht erläutert. Weitere Informationen können aus den Quellen entnommen werden. Einen besonderer Dank richtete die Verwaltung an Josef Börste für die zur Verfügung gestellten Informationen und Transkriptionen.

Die Skizze auf der Platte entstand aus dem Gedächtnis von Fritz Fischer. Entwurf: Stadt Werne
Der Ausschuss einigte sich auf eine querformatige Ausrichtung der Bodenplatten mit nicht zuviel Text. Entwurf: Stadt Werne

CDU-Ratsherr Jörg Weber regte an, in den Text noch aufzunehmen, dass es Albert Heimann während der Pogromnacht am 9./10. November 1938 gelang, die Thorarolle  zu retten. Bei seiner Flucht in die USA 1939 nahm er sie mit und schenkte sie der Deutsch-Jüdischen Gemeinde Hebrew Tabernacle in New York City. Diesen Vorschlag nahmen die Ausschussmitglieder einstimmig an.

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