Das Werner Bündnis gegen Rechts beteiligte sich an der spontanen Gedenkaktion. Foto: WBgR
Das Werner Bündnis gegen Rechts beteiligte sich an der spontanen Gedenkaktion. Foto: WBgR
Anzeige

Werne. Eine spontane Gedenkaktion an das Novemberpogrom 1938 fand am Montag statt. An mehreren Orten in der Innenstadt positionierten sich jeweils Personen aus zwei Haushalten mit Plakaten, auf denen Slogans standen wie „Gegen jeden Antisemitismus“ oder Botschaften in Gedenken an verfolgte jüdische Familien aus Werne. An der Aktion beteiligten sich auch Mitglieder des Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR).

Philipp Müller, Sprecher des WBgR, kommentierte: „Als Bündnis begrüßen und unterstützen wir solche kreativen Formen des Gedenkens, die gerade unter den aktuellen Umständen enorm wichtig sind, um weiter eine Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen.“

Anzeige

Bei der Durchführung wurde penibel darauf geachtet, die Infektionsschutzregeln einzuhalten. Dass es trotz der Pandemie wichtig ist, sich weiter gegen Antisemitismus zu engagieren, betont auch Philipp Müller: „Wir erleben aktuell wieder eine neue Welle antisemitischer Attacken. Der Anschlag in Halle ist gerade mal ein Jahr her, aber auch 2020 gab es neben dem vielbeachteten Angriff vor der Hamburger Synagoge unter anderem an Jom Kippur die Störung eines Gedenkspaziergangs in Siegen durch Neonazis und einen Boom antisemitischer Verschwörungserzählungen im Zuge der Proteste gegen Coronaschutzmaßnahmen. Die Antwort auf den internationalen Antisemitismus kann nicht allein in Sonntagsreden liegen, muss sich aber natürlich an die Gegebenheiten anpassen und das Risiko für alle Beteiligten so klein wie möglich halten. Die kleine Gedenkaktion am Montag erfüllt dieses Kriterium.“

Das WBgR freut sich zudem, dass auch andere an diesem Tag Gedenkaktionen durchgeführt haben und etwa die Stolpersteine putzten.

Anzeige