Konzept für zukunftstaugliche Mobilität in Werne

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Werne. Ein zukunftstaugliches Verkehrsnetz soll in Werne für gute und schnelle Erreichbarkeit, reduzierte Umweltbelastungen, verbesserten Verkehrsfluss und mehr Sicherheit sorgen. Mittel zum Zweck ist ein nachhaltiges Mobilitätskonzept, das die verschiedenen Verkehrsarten und -teilnehmer sinnvoll verknüpft – ganz im Sinne einer klima- und umweltschonenden Infrastruktur. In der ersten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz (UMK) betonte Bürgermeister Lothar Christ die Bedeutung der Zukunftsaufgabe: „Das ist ein extrem wichtiger Bereich, wir müssen uns insgesamt mit der Mobilität auseinandersetzen.“ So viel vorweg: Das Mobilitätskonzept soll mindestens zehn Projekte umfassen. Nach Priorität geordnet sind dies 1. Radverkehr, 2. Fußverkehr, 3. Schulpendelverkehr, 4. Verknüpfungspunkte Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), 5. Motorisierter Individualverkehr (MIV), 6. Ruhender Verkehr, 7. Güterverkehr.

Die Weichen für die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes wurden bereits Anfang 2020 gestellt. Voraussetzung, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, war zunächst der Beitritt zum „Zukunftsnetz Mobilität NRW am 28. Januar, berichtete Adrian Kersting, Abteilungsleiter Straßen und Verkehr, in seiner Präsentation. Der Förderbescheid aus Düsseldorf über 31.200 Euro ging Anfang September in Stadthaus ein. Wie berichtet, bietet das Zukunftsnetz NRW ein breites Spektrum an Lehrgängen, Vorträgen, Netzwerktreffen sowie eine individuelle Beratung durch die Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe. So soll das Thema „Mobilität“ dauerhaft im Alltag verankert werden.

Es folgte unmittelbar danach die Ausschreibung für Fachbüros, die ihre Angebote bis zum 30. November einreichen konnten. Aus den sechs eingegangenen Bewerbungen habe man drei Büros ausgewählt, von denen wiederum zwei ein fristgerechtes Angebot eingereicht hätten, informierte Kersting die Ausschussmitglieder. Die Vergabe des Auftrags solle noch im Dezember erfolgen, kündigte er an. In der nächsten Sitzung des UMK wird sich das ausgewählte Fachbüro Politik und Öffentlichkeit vorstellen.

Zu den Hauptbestandteilen des Konzeptes zählen Datenerhebungen und eine Bestandsanalyse. Auf dieser Basis sollen Perspektiven und ein Leitbild formuliert und per politischem Beschluss festgelegt werden. Die Erstellung des Mobilitätskonzeptes wird begleitet und dokumentiert. Über die Entwicklung werde das Fachbüro fortlaufend im Ausschuss berichten. Im Arbeitskreis Mobilität sollen Akteure wie die Initiative Radverkehr und der ADFC beteiligt werden. Abschließend werde eine Ergebnispräsentation erstellt. Der Bearbeitungszeitraum für das Konzept liege bei 18 bis 20 Monaten, der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2022.

„Ein gutes Projekt“, fand Ferdinand Schulze Froning (CDU) im Sinne kurzer Weg und guter Erreichbarkeit zwischen den Quartieren. Aus der SPD kam die Anregung, den Anschluss an touristische Radrouten (z.B. historischer Stadtkern) durch die Verwaltung prüfen zu lassen und gegebenenfalls in das Konzept zu integrieren. Der Prüfantrag an die Verwaltung wurde einstimmig beschlossen.

Die Nachfrage aus der Runde, ob denn seine Abteilung personell ausreichend ausgestattet sei, musste Adrian Kersting allerdings verneinen. „Zur Zeit nicht“, räumte er ein und verwies auf die gerade neue beschlossene Stelle, die bis zum 31. Dezember ausgeschrieben sei.

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