Der Klimaschutzmanager der Stadt Werne gibt Energiespartipps in der Adventszeit. Foto: pixabay
Der Klimaschutzmanager der Stadt Werne gibt Energiespartipps in der Adventszeit. Foto: pixabay
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Werne. Der Klimaschutzmanager der Stadtverwaltung Werne, Johannes zur Bonsen, und der Beauftragte aus dem Kreis Unna stellen in einer vierteiligen Serie Umwelt- und Klimaschutz-Aspekte in der Vorweihnachtszeit vor. In diesem Weihnachtskonsumtipp verraten sie Ihnen, wie Sie zur Weihnachtszeit Energie einsparen und dabei etwas Gutes für die Umwelt und ihren Geldbeutel tun können.

Weihnachten ist zweifellos für viele von uns die Zeit für mehr: Mehr Besinnlichkeit, mehr Liebe, mehr Energieverbrauch. Denn gehört zu Weihnachten nicht auch ein leuchtender Christbaum, lecker Gebackenes aus dem eigenen Ofen und eine warme, gemütliche Wohnung? Aber wussten Sie auch, dass in Deutschland am ersten Weihnachtstag etwa ein Viertel mehr Energie verbraucht wird, als an einem durchschnittlichen Wintertag? Das geht auf Kosten des Geldbeutels, der Umwelt und des Klimas. Deshalb verraten wir Ihnen einige Tipps zum Energiesparen. Wie aber können wir an Weihnachten vermeiden, unnötig Energie zu verschwenden?

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Eine Sofortmaßnahme die (fast) nichts kostet: weg mit der Heizkörperverkleidung. Ziehen Sie beispielsweise keine schweren Gardinen vor die Heizung. Freie Luftzirkulation ist notwendig für die optimale Wärmeverteilung im Zimmer – und damit auch für eine behaglich weihnachtliche Stimmung. In vielen Haushalten brennt andererseits die Festbeleuchtung rund um die Uhr. Für ein automatisches An- und Abschalten der Beleuchtung helfen Stromleisten mit Zeitschaltuhr. Eine Umrüstung auf LED-Lampen macht viel Sinn, denn diese verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Lichterketten. Für die Berechnung der Stromkosten sollten Sie beim Kauf auf die entsprechende Leistungsangabe auf der Verpackung achten: Die Leistung (in Watt) wird dann mit der Anzahl der Betriebsstunden multipliziert. Eine Lichterkette mit einer Leistung von 80 Watt, die 6 Wochen lang täglich 8 Stunden funkelt, verursacht Stromkosten in Höhe von 7,80 Euro. Und das ist nur eine einzige Lichterkette. Die gesamten Stromkosten für die Festbeleuchtung eines Einfamilienhauses können sich somit schnell zu einer stattlichen Summe addieren.

Auch die Weihnachtsbäckerei, sprich das Kochen und Backen während der Festtage, ist energieintensiv. Vor dem Backen sollten Sie alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen nehmen, weil sonst zusätzliche Energie für das Aufheizen des Innenraums benötigt wird. Und bedenken Sie: nicht für alle Gerichte und Plätzchenarten müssen Sie auch den Ofen vorheizen. Ebenso kann die Nutzung der Umluftfunktion Energie sparen. Während des Backvorgangs sollten Sie die Ofentür möglichst permanent geschlossen halten, denn durch jedes Öffnen geht rund 20 Prozent der Wärme verloren.

Doch egal wieviel wir sparen, jeder von uns benötigt Energie in Form von Strom: Hier empfiehlt sich der Abschluss eines Ökostromvertrags. Beim Bezug von Ökostrom kommt natürlich kein anderer Strom aus Ihrer Steckdose als vorher, sondern mit dem Vertrag leisten Sie ihren Beitrag, dass im gesamten deutschen Stromnetz eine ihrem Verbrauch entsprechende Menge an Graustrom – also Strom aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas – verdrängt wird. Das muss nicht zwangsläufig teurer sein.

Wussten Sie, dass viele Ökostromtarife schon heute preisgleich zu konventionellen Anbietern sind? Ein Vergleich lohnt sich also. Drum prüfe wer sich ökologisch ewig bindet? Fehlanzeige! Die Kündigungsfrist bei vielen Ökostromanbietern ist überschaubar, beträgt teilweise nur einen Monat. So wird ihr Strombezug klimafreundlicher und sie bleiben voll flexibel. Bonustipp: Sollten Sie einen Anbieterwechsel in Betracht ziehen, achten Sie darauf, dass der neue Anbieter auch selbst Ökostromanlagen baut und betreibt und sich nicht nur Zertifikate aus Norwegen einkauft.

Wer beim Stromwechsel Hilfe benötigt oder noch anderweitige Energiespartipps im Haushalt benötigt, kann sich an das Team der Verbraucherzentrale NRW im Umweltberatungszentrum im Rathaus der Kreisstadt Unna wenden (Telefon: 02303 592505).

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