Sonntag, März 26, 2023

Kirmespark und Märkte: „Was nicht vertretbar ist, wird abgesagt!“

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Wer­ne. The­ma der letz­ten Sit­zung des Stadt­rats in der Wahl­pe­ri­ode 2014–2020 am Mitt­woch­abend war auch die Ent­schei­dung der Ver­wal­tung, vom 22. bis 27. Okto­ber einen Kir­mes­park auf dem Hagen durch­füh­ren zu las­sen. Bür­ger­meis­ter Lothar Christ posi­tio­nier­te sich in die­ser Fra­ge ein­deu­tig – genau­so zu den wei­te­ren geplan­ten Ver­an­stal­tun­gen im Herbst und Winter.

Drei ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge sind vor­ge­se­hen: zur „Mini-Sim-Jü“ (25. Okto­ber), zum Mar­tins­markt (8. Novem­ber) und zum Weih­nachts­markt (6. Dezem­ber); die Märk­te wer­den der­zeit geplant – unter Vor­be­halt. „Das sind sehr wich­ti­ge Tage für die Geschäfts­leu­te. Aber wir schau­en auch immer auf die wei­te­re Ent­wick­lung. Wir müs­sen daher auch immer damit rech­nen, dass es nicht funk­tio­niert“, ver­wies Lothar Christ auf die der­zeit stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len im Kreis Unna. Wenn „regel- und coro­na­kon­for­me Ver­an­stal­tun­gen“ mög­lich sind, wer­de die Stadt Wer­ne die­se durch­füh­ren, wie bei­spiels­wei­se die „Stra­ßen­Kunst“ auf der Freilichtbühne.

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Chris­ti­an Thö­ne (FDP) stell­te die Fra­ge, ob das Ord­nungs­amt den zu erwar­ten­den Ansamm­lun­gen in der Innen­stadt wäh­rend der „Mini-Sim-Jü“ Herr wer­den kön­ne. Lothar Christ ant­wor­te­te: „Wir berei­ten uns dar­auf vor und haben bereits mit den Wir­ten gespro­chen, die selbst nur einen Nor­mal­be­trieb wün­schen. Wir gehen da nicht mit der Super­keu­le her­um, son­dern set­zen auf die Ein­sicht der Men­schen.“ Jörg Weber (CDU) woll­te wis­sen, ob die Stadt bei einer bestimm­ten Infek­ti­ons­zahl reagie­ren und die Kir­mes absa­gen wür­de. Dazu Dezer­nent Frank Gründ­ken: „Wir haben uns da kei­nen Grenz­wert gesetzt, schau­en aber ganz genau, was rund um Wer­ne passiert.“

„Was nicht ver­tret­bar ist, wird abge­sagt. Davor schre­cken wir nicht zurück“, mach­te Bür­ger­meis­ter Lothar Christ klar. Und wei­ter: „Natür­lich ist es ein Risi­ko. Es wäre für die Ver­wal­tung ein­fa­cher, nichts zu machen. Aber so sind wir nicht gestrickt. Wir kön­nen mit den Schau­stel­lern in guten Zei­ten nicht Bier an der The­ke trin­ken, um uns dann in schlech­ten Zei­ten von ihnen abzu­wen­den.“ Bis­lang sei­en Kir­mes­parks, wie bei­spiels­wei­se in Dort­mund, kei­ne Infek­ti­ons­her­de gewesen.

Übri­gens: Die Beschrän­kung des Krei­ses Unna für pri­va­te Fei­ern im öffent­li­chen Raum auf maxi­mal 50 Teil­neh­men­de gilt seit Don­ners­tag (8. Okto­ber). „Auch wenn vor­her schon grö­ße­re Fes­te geplant und beim Ord­nungs­amt geneh­migt wur­den, kön­nen wir jetzt kei­ne Rück­sicht mehr dar­auf neh­men“, erläu­ter­te Frank Gründken.

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