General Torsten Gersdorf (von vorn nach hinten), Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, Josef Merfels (Fachbereichsleiter Gesundheit und Verbraucherschutz), Gesundheitsdezernent Uwe Hasche, Oberstleutnant Andreas Schmidt (Leiter Kreisverbindungskommando Unna) und Zugführer Bernhard Blumer. Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna
General Torsten Gersdorf (von vorn nach hinten), Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, Josef Merfels (Fachbereichsleiter Gesundheit und Verbraucherschutz), Gesundheitsdezernent Uwe Hasche, Oberstleutnant Andreas Schmidt (Leiter Kreisverbindungskommando Unna) und Zugführer Bernhard Blumer. Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna
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Kreis Unna. Seit knapp einer Woche unterstützen zehn Soldaten der Bundeswehr das Kreis-Gesundheitsamt im Einsatz gegen das Coronavirus. Jetzt machte sich hochrangiger Besuch ein Bild von der Zusammenarbeit: General Torsten Gersdorf war zu Gast im Kreishaus in Unna.

Begrüßt wurde der Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen von Gesundheitsdezernent Uwe Hasche und dem zuständigen Fachbereichsleiter Josef Merfels. „Ihre schnelle Hilfe ist angekommen und unheimlich wertvoll”, sprach Dezernent Hasche General Gersdorf den Dank des Kreises Unna aus.

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Hilfe bei der Kontaktverfolgung

Zu den zehn Soldaten – sie gehören übrigens dem Versorgungsbataillon 7 in Unna-Königsborn an – kommen in der nächsten Woche noch fünf weitere hinzu. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Kontaktpersonenverfolgung und die Information von Reiserückkehrern aus Risikogebieten. „Die Bundeswehr nimmt die gesamtgesellschaftliche Herausforderung an, die uns Corona abverlangt”, unterstrich General Gersdorf. „Und hier beim Kreis Unna sind unsere Kräfte hervorragend aufgenommen worden.”

Bundesweit, erklärte er, stehen 15.000 Soldatinnen und Soldaten zur Kontaktpersonenverfolgung bereit und können innerhalb von 48 Stunden vor Ort sein. Schnelligkeit sei wichtig, denn: „Jetzt zählt jeder Tag, um die Leute, die mit dem Coronavirus infiziert sind, von der Straße zu holen und Infektionsketten zu unterbrechen.”

Viele sind vorsichtig, andere nicht

Das ist mitunter gar nicht so leicht: „Wir erleben aktuell zwei Entwicklungen”, berichtet Gesundheitsamts-Chef Josef Merfels aus der Praxis. “Zum einen gibt es viele Menschen, die sehr vorsichtig sind und bei denen wir Kontakte mühelos ermitteln können. Zum anderen haben wir es zunehmend mit Leuten zu tun, die uns vehement hinters Licht führen und mutwillig Kontakte verschweigen.”

Um die Lage im Griff zu behalten, müssen jedoch zwingend die Infektionsketten unterbrochen werden. Und dabei kommt es auf das Verhalten jedes einzelnen an. Kontakte zu reduzieren hilft. Ehrlichkeit auch. Den mehr als 70 Kolleginnen und Kollegen des Kreises Unna in der Kontaktverfolgung – und den bald 15 Soldaten, die mit ihnen Seite an Seite arbeiten. PK | PKU

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