Monika Eichmanns ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne. Foto: Stadt Werne
Monika Eichmanns ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne. Foto: Stadt Werne
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Werne. Monika Eichmanns ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne. Die 53-jährige Sozialarbeiterin tritt die Nachfolge von Kerstin Hoffmann an, die diese Aufgabe für ein Jahr befristet übernommen hatte. Für ihren Einsatz und die nachhaltigen Impulse, die sie zu verschiedenen Themen gesetzt habe, bedankte sich Bürgermeister Lothar Christ bei Kerstin Hoffmann.

Monika Eichmanns, die sich im Rahmen einer 19,5 Stunden-Stelle mit den vielfältigen Themen der Gleichstellung befassen wird, wünschte der Verwaltungschef viel Erfolg. Der berufliche Einstieg der neuen Gleichstellungsbeauftragten müsse aber – bedingt durch die spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie – anders ausfallen, als ursprünglich geplant ausfallen müsse, ergänzte er.

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„Netzwerke aufzubauen und diese zu pflegen ist ohne Frage das A und O jeder Gleichstellungsarbeit“, betonte Lothar Christ vor allem mit Blick auf die langjährigen Erfahrungen in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die Monika Eichmanns als Mitarbeiterin im städtischen Jugendamt gesammelt hat. Dort ist die ausgebildete Sozialarbeiterin seit 2005 tätig und weiß um die täglichen Probleme in vielen Familien. Daher sei es ihr Anliegen, die bisherige Arbeit erfolgreich fortzusetzen und zugleich eigene Impulse und inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Trotz großer Vorfreude auf die neue Aufgabe bleibt sie realistisch: Schnelle Erfolge seien bei der Umsetzung vieler relevanter Gleichstellungsthemen eher selten, schätzt sie ein.

Der Wunsch nach gleicher Bezahlung von Mann und Frau oder aber das Problemfeld „Häusliche Gewalt in der Familie“ würden schon lange öffentlich thematisiert. Es gehe allerdings meistens eher nur in „kleinen Schritten voran. „Aber eine kommunale Gleichstellungsbeauftragte kann eben auch nicht die Welt verändern“, weiß Monika Eichmanns.

Enge Vernetzungen auf kommunaler und landesweiter Ebene

Basis für die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten sind die engen Vernetzungen auf kommunaler und landesweiter Ebene. Zum Thema „Häusliche Gewalt“ hat der Kreis Unna unter Beteiligung aller kreisangehörigen Kommunen und ihrer Gleichstellungsbeauftragten einen „runden Tisch“ eingerichtet, informiert Eichmanns.

Zudem ist die Gleichstellungsbeauftragte auch Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen NRW (LAG). In dieser Vernetzungsstelle für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte werden Erfahrungen einzelner Kommunen gebündelt und von gewählten Sprecherinnen in die Landepolitik getragen.

Monika Eichmanns hofft, dass ihr Büro im Stadthaus nicht nur Anlaufstelle für Anliegen von Mitarbeitenden der Verwaltung ist, sondern auch von Werner Bürgerinnen und Bürgern besucht werde. Zumindest dann, wenn sich eine Entspannung in der Corona-Pandemie abzeichnet und Besuche im Stadthaus wieder weitgehend „normal“ möglich seien.

Monika Eichmanns, Tel.: 0 23 89 – 71 222, e-mail: m.eichmans@werne.de, Sprechzeiten im Stadthaus (nach Terminvereinbarung): Montag, Mittwochs, Donnerstags und Freitag: 8:30 bis 13 Uhr; Dienstag und Mittwoch: 14 bis 16:30 Uhr

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