Wernes Bürgermeister Lothar Christ. Foto: Photographie
Wernes Bürgermeister Lothar Christ. Foto: Photographie Susanne Kästner
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das nun zu Ende gehende Jahr 2020 hat uns allen sehr viel abverlangt. Die Corona-Pandemie beeinflusst und verändert seit Monaten unser Alltagsleben: wir müssen Abstand halten und Masken tragen. Kinder vermissen einen geordneten Lernbetrieb. Menschen in Altenheimen und Krankenhäusern fühlen sich allein gelassen. Geschäfte, Hotels und Restaurants müssen schließen. Und unzählige Personen erleiden Einbußen oder haben existenzielle Sorgen: Künstler, Schausteller, Gastronomen, Selbständige sowie diejenigen, die in Kurzarbeit geschickt oder gar arbeitslos wurden.

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In Werne mussten wir auf lieb gewonnene Veranstaltungen verzichten, darunter  Sim Jü, Schützenfeste, Flohmarkt,  Theater in der Freilichtbühne und Weihnachtsmarkt. Allesamt Veranstaltungen, bei denen wir immer miteinander kommunizieren konnten, während nun Kontaktbeschränkungen gelten.

Angesichts der zahlreichen Einschränkungen wurden in vielen Bereichen unsagbar wichtige Dienste geleistet: besonders in Krankenhäusern und Arztpraxen, in Pflegeheimen, in  Kindergärten und Schulen, wo Schülerinnen und Schüler geduldig viele Lernerschwernisse gemeistert haben. Generell haben sich die Menschen in Werne sowohl während des ersten Lockdowns, als auch in diesen Tagen wieder sehr diszipliniert verhalten. Mehr noch: es gab, meistens ehrenamtlich, Aktionen, die helfen und aufmuntern sollten.

Da wurden kleine Konzerte vor Altenheimen und im Krankenhaus organisiert. Kinder schufen Schlangen aus bunten Steinen und sie malten Regenbögen, die gepostet oder an Scheiben geklebt wurden. Von der Gruppe „Alle gemeinsam, keiner einsam“ wurden im Frühjahr ein Lieferdienst für Bedürftige und Risikopersonen durchgeführt und zuletzt Weihnachtsbesuche bei alleinstehenden, einsamen Menschen gemacht.

Und schließlich haben die Stadt bzw. die Werne Marketing GmbH Aktionen unterstützt bzw. durchgeführt, welche den Menschen Abwechslung bieten sollten, so zum Beispiel das Autokino und „Straßenkunst in der Freilichtbühne“.

Trotz des alles beherrschenden Themas „Corona“ konnten einige für die Stadt Werne bedeutsame Maßnahmen in Angriff genommen werden. Ich denke an die Wohnbauprojekte an der Horster Straße und am Becklohhof, an die Grundsteinlegungen für die Kindertagesstätten der Evangelischen Kirchengemeinde und der AWO, an die Ansiedlung der Firma „Euroroll“, den Beginn des Projekts „Werne neu verknüpft“ oder auch an die Vorplanungen für einen Surfpark auf dem alten Zechengelände.

Nennen möchte ich auch die begonnenen Renovierungsarbeiten an der Klosterkirche sowie die Errichtung der neuen Zentralrendantur in St. Konrad.

Und nicht vergessen dürfen wir die Durchführung der Kommunalwahlen, welche angesichts der Corona-Pandemie erhebliche organisatorische Anforderungen stellte, die dank des Einsatzes zahlreicher Wahlhelfer unter erschwerten Bedingungen reibungslos bewältigt wurden.

So lässt sich trotz der Pandemie für das Jahr 2020  insgesamt eine ordentliche Bilanz ziehen. Eine Bilanz, die Mut macht für die vor uns liegenden Aufgaben. Dabei werden drei Schwerpunkte unsere Arbeit prägen: der Klimaschutz, die Digitalisierung und das Mobilitätskonzept.

Aber auch das Corona-Virus wird uns weiterhin begleiten. Waren im zurückliegenden Jahr in Werne bis Heilig Abend 606 infizierte Menschen und 20 Tote zu beklagen, so mahnen uns diese Zahlen, auch in Zukunft vorsichtig zu sein. Ich bin jedoch  zuversichtlich, dass durch verantwortliches Verhalten von uns allen und mit Hilfe neu entwickelter Impfstoffe und Medikamente die Pandemie besiegt werden kann.

Lassen Sie mich abschließend allen Menschen Dank sagen, die uns in diesem durch Corona geprägten Jahr haupt- oder ehrenamtlich helfend begleitet haben: in den medizinischen Einrichtungen, Altenheimen und karitativen Organisationen, in Schulen und Kindergärten, bei der Polizei und der Feuerwehr, in Gesundheits- und Ordnungsämtern, im öffentlichen Personennahverkehr oder  im Einzelhandel.

Dank auch an alle, die im Sinne der Gemeinschaft aufeinander Rücksicht genommen und Verständnis aufgebracht haben. Ohne Sie hätten wir die Herausforderungen des Jahres 2020 nicht so bestehen können, wie wir es erlebt haben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gutes neues Jahr. Bleiben oder werden Sie gesund und seien Sie zuversichtlich!

Ihr

Lothar Christ

Bürgermeister

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