Fünf Unfälle mit Leichtverletzten ereigneten sich zwischen 2017 und 2019 am Fußgängerüberweg, Konrad-Adenauer-Platz. Foto: Gaby Brüggemann
Im Stadthaus wird laut Dezernent Frank Gründken Homeoffice groß geschrieben. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Der Blick der Unfallkommission richtet sich auf Straßen, die die Kreispolizei als Unfallhäufungsstellen ausgemacht hat. Vier Mal im Jahr berät sie, wie diese Stellen entschärft werden können. Dabei konnte sie in diesem Jahr das erste Quartal überspringen: Es gab nirgendwo so viele Unfälle, als dass die Straße in den Fokus der Experten gerückt wäre.

Da es keine neuen Unfallhäufungsstellen zu beraten gab, ging es um altbekannte Örtlichkeiten und darum, das Unfalljahr 2019 abzuschließen. Die folgenden Stellen befanden sich bereits 2018 in der Beratung und mussten auch für das Jahr 2019 als Unfallhäufungsstelle identifiziert werden.

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In Werne ist es der Fußgängerüberweg (FGÜ) am Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz. Fünf Unfälle mit Leichtverletzten gab es dort zwischen 2017 und 2019. An dieser Stelle genießt der Radverkehr Vorrang. Mit Schwellen vor dem FGÜ wurde versucht, die Gefahr zu entschärfen.

Auf der Selmer Landstraße (L 507), Kreuzung Cappenberger Damm, ereigneten sich im vergangenen Jahr vier Unfälle, drei davon mit Schwerverletzten. Möglicher Hintergrund: Der „Starenkasten“ von Selm Richtung Werne wurde abgebaut.

15 Häufungsstellen im gesamten Kreis Unna
Insgesamt meldet die Unfallkommission für 2019 15 Unfallhäufungsstellen (2018: 25). An diesen kam es zu 77 Unfällen, darunter auch 68 Unfälle mit verletzten Personen. Ziel der Unfallkommission ist es, gefährliche Punkte möglichst früh zu erkennen und so zu ihrer Entschärfung beizutragen.

Dass die Arbeit der Unfallkommission wichtig ist und hilft, Unfälle zu verhindern, zeigt die Statistik: Bei 17 von 25 Unfallhäufungsstellen aus dem Jahr 2018 zeigt sich, dass die beschlossenen Maßnahmen Wirkung zeigen und die Problemstelle entschärft werden konnte. Das macht umgerechnet eine Erfolgsquote von 68 Prozent. Ziel aber bleibt es, unter anderem durch Umbaumaßnahmen alle Unfallhäufungsstellen zu beseitigen.

Die örtliche Unfalluntersuchung und damit die Arbeit der Unfallkommission ist eine gemeinsame Aufgabe von Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden. Der Unfallkommission gehören neben der Bezirksregierung alle kreisangehörigen Städte (ohne Lünen), die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW mit den Straßenmeistereien und der Autobahnniederlassung sowie vom Kreis die Fachbereiche Straßenbau und Fachbereich Straßenverkehr (Aufgabenbereich Verkehrssicherung) an. Dieser Fachbereich hat auch den Vorsitz der Unfallkommission. PK | PKU

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