Fünf Tönnies-Mitarbeiter aus Werne sind in Quarantäne

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Werne. Fünf Mitarbeiter des Fleischunternehmens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, die in Werne wohnen, befinden sich derzeit in Quarantäne. Sie waren bereits am vergangenen Donnerstag in dem Großbetrieb im Kreis Gütersloh getestet worden. Am Freitag wurde die Quarantäne dann von der Stadt Werne per ordnungsrechtlicher Verfügung offiziell vom Ordnungsamt übergeben, erläuterte Frank Gründken, Dezernent für Innere Verwaltung bei der Stadt Werne, heute zum Stand der Dinge.

Die Ergebnisse der Tests stehen noch aus. „Wir versuchen sie zu bekommen, haben aber noch keine Rückmeldung“, schilderte er. Wenn eine Infektion mit dem Corona-Virus vorläge, wären wir aber schon informiert worden, hieß es weiter. „Das entspannt uns ein Stück weit, denn jeder Tag ohne Rückmeldung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Tönnies-Mitarbeiter nicht infiziert wären. Die 14-tägige Quarantäne bleibe auch bei negativen Tests bestehen, hofft Gründken nun auf einen guten Ausgang.

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Bei den betroffenen Personen handele es sich um Familienväter, die mit ihren Familien schon viele Jahre in Werne leben. Sie gehörten zur Stammbelegschaft des Großbetriebes und seien nicht etwa über Werkverträge bei Subunternehmen beschäftigt. „Es sind sehr verantwortungsbewusste Leute, die sich an die Quarantäne halten“, schildert der Dezernent. Aus Angst, dass eine Infektionskette zu den Schulen oder Kindertagesstätten entstehen könnte, hätten sich die Familien sofort entschieden, ihre Kinder vor den Sommerferien nicht mehr dorthin zu schicken.

Wie in Werne wartet man auch beim Kreis Unna auf die Testergebnisse aus Rheda-Wiedenbrück, bestätigte Pressesprecherin Constanze Rauert. 33 Mitarbeiter des Schlachtbetriebes gebe es im Kreisgebiet, sieben davon sind infiziert. Jetzt werden die Kontaktpersonen ermittelt und getestet. Hilfreich wäre es für den Abgleich, wenn auch die negativen Testergebnisse zu bekommen wären, ergänzte sie. Insgesamt gelten in Werne sechs Patienten als genesen. Damit sinkt die aktuelle Zahl der Infizierten in der Lippestadt von 19 auf 13.

In der Fleischfabrik in Ostwestfalen hatten sich mehr als 1.500 Mitarbeiter von 7.000 Beschäftigten insgesamt infiziert. Für die Kreise Gütersloh und Warendorf wurden von der Landesregierung NRW bis Ende Juni deshalb wiederum ein Lockdown verhängt.

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