Fragen rund um die Zukunft des Radverkehrs in Werne stellt die IR den Parteien und Bürgermeisterkandidaten. Logo: IR
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Werne. Kurze Wege und ebene noch dazu – eigentlich hätte die Stadt Werne das Zeug zu einer attraktiven Fahrradstadt, finden Holger Bergemann von der Initiative Radverkehr (IR) und Winfried Hoch von der ADFC Ortsgruppe Werne.

„Trotzdem beeinträchtigen Abgase, Lärm und der von Kraftfahrzeugen blockierte Straßenraum zunehmend die Lebensqualität in unserer Stadt“, zeichnen sie in einer Pressemitteilung an WERNEplus ein ernüchterndes Bild des Status quo. Das muss sich ändern, sind sie überzeugt, und setzen den im Rat vertretenen Parteien rechtzeitig vor der Kommunalwahl am 13. September „Wahlprüfsteine“ in Form von Fragen zur Zukunft des Radverkehrs vor.

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Die Liste landete am Freitag in den Email-Fächern von CDU, SPD, Grünen FDP, UWW und Linke sowie der Bürgermeister-Kandidaten von Amtsinhaber Lothar Christ (parteilos), Benedikt Striepens (Grüne) und Dominik Bulinski (CDU).

Ein deutlich größerer Anteil des Radverkehrs könnte die eingangs geschilderten Probleme lösen helfen und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz bieten, betonen beide und verweisen auf eine Mobilitätsbefragung des Kreises Unna. Danach würden in Werne aktuell bereits 21 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. „Doch Werne kann mehr: Wenn Politik und Verwaltung dies nur wollen und hier an einem Strang ziehen, dann sind auch 40 Prozent erreichbar!“, heißt es.

Mit ihren Fragen an Politik und Kandidaten wollen ADFC und IR deren Zukunftsziele in Sachen Radverkehr insbesondere auch in der neuen Legislaturperiode ausloten.

Die Antworten sollten bis zum 3. Juli möglichst per E-Mail unter info@radverkehr-werne.de eingehen, bitten die Initiatoren von IR und ADFC. Die Antworten, so der Pan, sollen dann einige Wochen vor der Wahl auf der Website www.radverkehr-werne.de in voller Länge zum Download bereitgestellt werden. Gleichwohl behalten sie sich vor, die Antworten in eigenen Worten zusammenzufassen und zu kommentieren, teilen Winfried Hoch und Holger Bergemann ferner mit.

Das sind die Fragen:
1. Wie soll die Mobilität in Werne in zehn Jahren aussehen? Welchen Radverkehrsanteil am Modal Split strebt Ihre Partei / streben Sie für Werne an?
2. Radverkehrsförderung kostet Geld. Welchen Betrag soll die Stadt aus Ihrer Sicht in den kommenden zehn Jahren investieren?
3. Um Werne fahrradfreundlich zu gestalten, benötigt die Stadt zusätzliches Personal für Planung und Pflege von Radwegen. Wie viele zusätzliche Stellen werden Sie schaffen?
4. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Verbesserungen, die für den Radverkehr in Werne bis zur nächsten Kommunalwahl umgesetzt werden sollten?
5. Mit welchen Maßnahmen wird Ihre Partei / werden Sie die Sicherheit im Radverkehr in Werne erhöhen, insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Unfallzahlen bei Kindern?
6. Wie will Ihre Partei / wie wollen Sie das Fahrradparken an den Quellen und Zielen des Radverkehrs fördern?
7. Immer mehr Kommunen richten Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge ein oder schaffen E-Lastenräder an, um diese an Bürgerinnen und Bürger zu vermieten. Welche Ziele verfolgen Sie in diesem Zusammenhang für Werne?

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