Lothar Christ (hier mit Ehefrau Bianca) bleibt Bürgermeister der Stadt Werne. Überraschung: Eine Stichwahl ist überflüssig. Foto: Gaby Brüggemann
Lothar Christ (hier mit Ehefrau Bianca) bleibt Bürgermeister der Stadt Werne. Überraschung: Eine Stichwahl ist überflüssig. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Bürgermeister Lothar Christ, die CDU und Bündnis 90/Die Grünen heißen die großen Gewinner der Kommunalwahlen in Werne. Positiv die Wahlbeteiligung, die im Vergleich zu 2014 etwas anstieg. Negativ: Der Stadtrat wird deutlich größer.

Schon früh zeichnete sich die deutliche Überlegenheit von Amtsinhaber Lothar Christ ab. Letztlich ging nur der Wahlkreis in Horst nicht an ihn, sondern an Herausforderer Dominik Bulinski (CDU). Oft mit über 60 Prozent ließ Christ die Konkurrenten hinter sich, so dass Benedikt Striepens (Bündnis 90/Die Grünen) ihm schon schnell zur Wiederwahl gratulierte. Denn eine Stichwahl war kein Thema. Selbst in CDU dominierten Wahlbezirken – fast alle – jubelte Lothar Christ. 56,34 Prozent holte der alte und neue Bürgermeister. Dominik Bulinski erreichte 26,73 Prozent, Benedikt Striepens 16,93. Die Wahlbeteiligung lag bei der Bürgermeisterwahl bei 54,91 Prozent (2014: 51,6).

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Schon früh gab es für Lothar Christ die Glückwünsche von Benedikt Striepens. Foto: Gaby Brüggemann
Schon früh gab es für Lothar Christ die Glückwünsche von Benedikt Striepens. Foto: Gaby Brüggemann

Benedikt Striepens und Peter Roemer (SPD) gewannen ihre Wahlkreise. Für die Grünen war es ein Novum in Werne. Die restlichen Bezirke gingen aber allesamt – zumeist mit deutlichem Vorsprung – an die CDU. Diese Ergebnisse haben durch die Übergangmandate Auswirkungen auf die künftige Zusammenstellung des Stadtrats, der nun 44 statt 38 Sitze haben wird. Die CDU verbessert sich auf 17 Sitze (plus 1), die SPD verliert einen Sitz und kommt jetzt auf zehn. Zulegen konnten die Grünen von fünf auf neun. Auch die FDP stellt ein Ratsmitglied mehr als zuvor, die UWW bleiben bei zwei. Martin Pausch von der Partei Die LINKE erhält eine Verstärkung.

Trotz der Direktmandate hat die CDU leicht eingebüßt, holte 38,49 Prozent (2014: 40,9), die SPD verliert deutlich und kommt auf 22,86 Prozent (2014: 29,3). Jubeln durften die Grünen, die ordentlich auf 20,48 Prozent zulegen (2014: 12,8). Auch die FDP sieht sich als Gewinner. Die Liberalen erhielten 8,34 Prozent (2014: 7,1). Die UWW verlier leicht, die LINKE gewinnt etwas dazu. Die Wahlbeteiligung stieg um knapp vier Punkte auf rund 55 Prozent.

Stichwahl um den Landratsposten

In Werne der Durchmarsch von Lothar Christ, im Kreis Unna kommt es zu einer Stichwahl bei der Landratswahl zwischen Mario Löhr (SPD/41,12 Prozent) und Marco Morten Pufke (CDU/27,56) am 27. September. Im Kreistag bleibt die SPD trotz Verlusten die stärkste Kraft (32,06 Prozent) vor der CDU mit 27,23 und den Grünen mit 19,32 Prozent. Die Sitzzahl muss von 60 auf 68 aufgestockt werden.

Reaktionen der Kandidaten und Parteien folgen im Laufe des Tages.

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