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Nach vier Jahren hat die "Löwenburg" ausgedient und ihren Zweck erfüllt. Foto: Wagner
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Werne. Vor fast genau vier Jahren wurde die „Löwenburg“ am Neutor feierlich eröffnet. Die ehemalige Jugenddezernentin Elke Kappen hatte das Projekt initiiert, um kleine Kinder aus Flüchtlingsfamilien behutsam auf den Regelkindergarten vorzubereiten. Aber auch viele Mädchen und Jungen aus Werne haben hier ihren Geburtstag gefeiert oder Spaß beim Ferienprogramm gehabt. Jetzt schließt die „Löwenburg“ für immer, das Projekt ist beendet.

„Es war eine erfolgreiche Arbeit. Doch alle Kinder können ab August in die ’normale‘ Kita wechseln, was auch der Wunsch der Eltern ist“, sagt Jugenddezernent Alexander Ruhe. Der Mietvertrag laufe im Frühjahr 2021 aus. Was danach geschehe, sei noch offen. „Vielleicht nutzt auch ein anderes Dezernat die Räumlichkeiten. Da werden wir Gespräche führen“, meint Ruhe.

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Bis zu 40 Mädchen und Jungen betreuten Leiterin Christina Schmidt und ihr Team täglich und leisteten wertvolle Arbeit, von der jetzt die Kitas im Stadtgebiet profitieren. An den Samstagen feierten zahlreiche Werner Kids in der „Löwenburg“ ihren Geburtstag mit Freunden. „Das Angebot wurde gut angenommen“, bilanziert Alexander Ruhe. Bessere Resonanz hätte er sich dagegen bei der Nachmittagsbetreuung, die allen Familien offen stand, um in dieser Zeit Besorgungen in der Stadt zu erledigen, gewünscht.

Der Lionsclub Werne in Westfalen unterstützte die „Löwenburg“ großzügig mit Sachspenden und war neben den Landesmitteln die größte finanzielle Säule. „Die Lions sind unsere erste Ansprechpartner, wenn es um die Weiternutzung der Spielgeräte geht“, so Ruhe abschließend.

Über der Einrichtung befinden sich noch zwei Wohnungen. In der einen leben acht junge und berufstätige Geflüchtete, für die eigens ein ruhiger Rückzugsort geschaffen wurde, berichtet Jörg Bielefeld, im Stadthaus zuständig für Asylbewerberleistungen. Die zweite Wohnung sei von einer Flüchtlingsfamilie angemietet worden.

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