Zu einer „kleinen Festung
Einer „kleinen Festung" gleiche das Stadthaus, monierte Christian Thöne (FDP) in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsauschusses. Foto: Wagner
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Werne. Die Corona-Krise mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens wirkt sich auch in den Kassen der Stadt Werne aus. In der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 9. Juni (17.30 Uhr, Kolpingsaal) listet die Stadtkämmerei auf, welche finanziellen Belastungen seit Beginn der Pandemie zusammengekommen sind: Unter`m Strich rund drei Millionen Euro.

Allein die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer finden sich in der Bilanz mit rund 2,4 Millionen Euro wieder. Hinzu kommen geringere Elternbeiträge für Kitas und OGS im April und Mai (133 846 Euro), fehlende Einnahmen im Bürgerbüro und durch den Ausfall der Maikirmes (37 272 Euro) sowie in der Bücherei, der Volkshochschule, im Museum und im Kulturbereich (138 100 Euro). Weil in der Innenstadt die Geschäfte geschlossen waren, fielen wegen mangelnder Kundenfrequenz auch die Einnahmen durch Parkgebühren geringer aus: 12 707 Euro weniger hat die Kämmerei notiert. 1610 Euro fehlen wegen ausgefallener Hochzeiten beim Standesamt.

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Den Mindereinnahmen stehen laut Kämmerei rund 167 000 Euro Einsparungen bei den Kosten  entgegen, die nicht entstanden sind, weil die kommunalen Einrichtungen mehrere Wochen geschlossen waren.

Mit 65 000 Euro beziffert die Kämmerei die materiellen Aufwendungen. Allein 30 000 Euro wurden bisher für die Anschaffung von Schutzausstattung wie Desinfektionsmittel, Spuckschutz und Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bezahlt. Die Kontrollen des Sicherheitsdienstes schlugen im März und April mit rund 12 5000 Euro zu Buche, die technische Ausstattung zur Ermöglichung des mobilen Arbeitens und der Durchführung von Telefonkonferenzen kostete fasst 20 000 Euro.

Die Kämmerei hofft nun auf den Rettungsschirm der Bundesregierung. Nach dem derzeitigen Stand lassen sich die finanziellen Verluste durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer decken, die derzeit noch bei 4,3 Millionen Euro liegen. Ein finanzielles Polster, das wegen geringerer Einnahmen aber schnell aufgebraucht sein dürfte.

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