Corona-bedingt werden die Anliegen der Bürger von den Mitarbeiterinnen, hier Petra Reusch, auch im Foyer des Stadthauses bearbeitet. Foto: Gaby Brüggemann
Corona-bedingt werden die Anliegen der Bürger von den Mitarbeiterinnen, hier Petra Reusch, auch im Foyer des Stadthauses bearbeitet. Foto: Gaby Brüggemann
Anzeige

Werne. Ob Personalausweisantrag, Beglaubigung, Fundsachen, Meldebescheinigung oder mehr – das Bürgerbüro im Stadthaus ist erste Anlaufstelle, wenn es um die Belange der Bürger geht. Bis zum corona-bedingten Lockdown war die Schaltstelle zwischen Bürgern und Verwaltung im Erdgeschoss des Rathauses zu den Öffnungszeiten frei zugänglich und man kam nach dem Prinzip „wer zu erst kommt, mahlt zuerst“ an die Reihe, Wartezeiten inbegriffen.

Das ist seither anders und der Weg an die Bürgerbüro-Schreibtische nur über vorherige Anmeldung möglich. So bleibt auch nach den Lockerungen die große Stadthaustür zwar immer noch versperrt, ist de facto über den Seiteneingang aber sehr durchlässig. Das erfuhr WERNEplus jetzt im Gespräch mit Kordula Mertens, Leitung Abteilung Bürgerangelegenheiten und Soziales, auf die Frage „Wie klappt es eigentlich mit dem Bürgerbüro in Corona-Zeiten?“

Anzeige

„Es funktioniert sehr gut“, bestätigte Mertens, dass die neu geordneten Abläufe inzwischen eingespielt sind. Und dank der Terminvergabe fielen auch keine Wartezeiten mehr an, hieß es zum großen Plus der gegenwärtigen Organisation.

Die Bürger können für die Erledigung ihrer Anliegen telefonisch einen Termin mit den Bürgerbüro-Mitarbeiterinnen beziehungsweise anderen Ansprechpartnern der Verwaltung vereinbaren oder per E-Mail um Rückmeldung bitten. Auch dass gehe gewöhnlich sehr schnell. Sinn mache es auch, so Mertens, sich etwa bei Anmeldungen oder Anträgen vorher schon zu informieren, welche Unterlagen man mitbringen müsse.

Zum Schutze der Mitarbeiter und Besucher hat man im Erdgeschoss wegen des größeren Platzbedarfs für die Einhaltung der Abstandsregeln die Möbel gerückt. Neben dem ursprünglichen Bürgerbüro-Bereich im Erdgeschoss sind nun zwei Mitarbeiterinnen im Foyer-Bereich tätig. „Die Mitarbeiterinnen haben das mit sehr viel Engagement umgesetzt“, lobte Kordula Mertens die organisatorischen Zusatzleistungen.

Die Eingangstür des Stadthauses öffnet sich in Corona-Zeiten für die Bürger also nicht mehr automatisch, dafür aber – auf Termin – am Nebeneingang im freundlichen Personenbetrieb. Beim Sicherheitsdienst dort kann man seinen Termin nennen und wird weitergeleitet. Ab hier gelten Corona-Schutzbedingungen, (Maskenpflicht, Abstandsregeln etc.).

Im Gang links neben der Eingangstür sind drei Kontaktbüros reserviert, in denen Bürger und Verwaltungsmitarbeiter die jeweiligen Anliegen besprechen und erledigen können. So wird verhindert, dass sich die Bürger auf der Suche nach dem zuständigen Mitarbeiter im gesamten Haus bewegen. Die Termine im Rathaus seien stark nachgefragt, schilderte Mertens, das rund 200 Anrufe mit Terminanfragen täglich eingingen. Wer nicht sofort verbunden werden könne, kann sich auch per E-Mail melden und bekomme schnell eine Rückmeldung.

Auch die Öffnungszeiten hat man durch einen früheren Start am Morgen entzerrt und startet bereits um 7.30 Uhr. Danach ist montags und dienstags und freitags von 7.30 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 7.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 7.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Das nutzen bis zu 108 Bürger an ganzen und bis zu 32 an halben Tagen, sagte Mertens zur Besucher-Frequenz.

Die Regelungen unter Corona-Bedingungen gelten zunächst bis zum Ende der Sommerferien am 14. August. Dann werde man entsprechend des Pandemie-Verlaufs entscheiden.

Darüber hinaus lässt die erfolgreiche Vermeidung von Wartezeiten die Fragen offen, ob der Modus mit der Terminvergabe beibehalten werden soll. Das werde man diskutieren, auch mit Blick auf eine künftige digitale Online-Terminvergabe, hieß es.

Telefon: Zentrale: 02389/711 / Bürgerbüro: 02389/71 333 / E-Mail: verwaltung@werne.de.

Anzeige