Bürgermeisterkandidat Benedikt Striepens (4. von links) führt seine Partei auf Listenplatz 1 in den Wahlkampf. Foto: Wagner
Bürgermeisterkandidat Benedikt Striepens (4. von links) führt seine Partei auf Listenplatz 1 in den Wahlkampf. Foto: Wagner
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Werne. Bei der Mitgliederversammlung des Ortsvereins Bündnis 90 / Die Grünen wurde Benedikt Striepens erwartungsgemäß als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Die Veranstaltung nutzte er gleich, um sein Ziele zu formulieren. Es sind die Stichwahl – und damit eine Art Kampfansage an den CDU-Bewerber Dominik Bulinski – sowie die Platzierung grüner Themen im Rennen um Ratssitze.

„Ich möchte die Stichwahl erreichen. Dann ist noch viel mehr möglich“, sagte Striepens selbstbewusst. Und weiter: „Die CDU muss nun erklären, warum sie diesmal nicht auf Christ setzt und stattdessen auf einen eher unbekannten Kandidaten.“ Vor der Versammlung betonte der Fraktionssprecher, dass die Grünen so wichtig wie noch nie seien, denn nach der Corona-Krise werde das Thema Klima wieder in den Mittelpunkt rücken. „Die Gefahr von Waldbränden steigt, das Grundwasser wird knapp. Wir müssen in der Kommune anfangen, Ziele und Lösungsansätze zu vertreten“, forderte er. Außerdem seien die Grünen die Partei, die auf einkommensschwache Menschen am stärksten eingehe. „Außerdem haben wir den Einzelhandel und die Kulturschaffenden im Blick.“

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Die Kandidaten für die 19 Wahlkreise wurden im Anschluss en bloc und einstimmig gewählt. Die Liste führt auf Platz eins Bürgermeisterkandidat Benedikt Striepens an. Es folgen direkt dahinter Barbara Börste, Eberhard Stroben, Maximilian Falkenberg, Christoph Schade, Josef Börste, Klaus Schlüter und Rainer Hotz. Das langjährige Ratsmitglied Schlüter ließ sich bewusst weiter nach hinten setzen, um Platz für Jüngere wie den 27-jährigen Falkenberg zu machen.

Der nächste Schritt auf den Weg in den Kommunalwahlkampf sind die Formulierung von Leitlinien, also grün-typische Themen. Ende Juli oder Anfang August soll das Programm dann feststehen, mit dem die Partei ihr Ergebnis von 2014 (12,8 Prozent) verbessern will.

 

 

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