Benedikt Striepens tritt wieder an

Werne. Die Bürgermeister-Wahl am 13. September 2020 wird eine spannende Angelegenheit. Neben Amtsinhaber Lothar Christ wollen auch Dominik Bulinski (CDU) und Benedikt Striepens (Bündnis 90/Die Grünen) die Verwaltung in Werne führen. Die “B-Frage” offen lassen bislang die Liberalen.

“Ich werde am kommenden Montag bei unserer Wahlversammlung wieder kandidieren – zum fünften Mal”, erklärte Benedikt Striepens. 2009 und 2014 trat der Lehrer gegen Lothar Christ an und holte respektable 33 bzw. 28 Prozent der Stimmen. “Das wird ein spannender Wahlkampf mit bislang drei Kandidaten. Der Amtsinhaber hat natürlich einen Vorteil, weil er mehr wahrgenommen wird”, so der Grünen-Politiker weiter. Das Wahlprogramm wolle die Partei am Montag noch nicht beschließen: “Unsere Leitlinien wollen wir in einer weiteren Veranstaltung verabschieden.” Genau wie Bulinski muss auch Striepens von der Parteiversammlung erst offiziell gewählt werden – wohl eine reine Formsache.

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Ob auch die FDP einen eigenen Mann oder eine eigene Frau ins Rennen schickt, sei noch nicht entschieden, wie Fraktionsvorsitzende Claudia Lange mitteilte. Und weiter: “Wir als FDP unterstützen bekanntermaßen Lothar Christ nicht. Herr Bulinski bringt fachlich sicherlich alles mit, um als Bürgermeister zu kandidieren. Wir als FDP halten uns die Frage nach einem eigenen Kandidaten noch offen. Daher verhalten wir uns Herrn Bulinski gegenüber neutral.”

Die SPD wünscht sich bekanntlich die Wiederwahl des parteilosen Lothar Christ. “Es war zu erwarten, dass die CDU selbst agiert. Es gab ja schon einige Gerüchte. Dass Herr Bulinski nicht aus Werne kommt, ist sicher kein Vorteil. Warten wir ab, wie die Wähler entscheiden”, äußerte sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender Siegfried Scholz.

Die UWW hatte bei ihrer Wahlversammlung Mitte März keine Empfehlung in Sachen Bürgermeisterwahl ausgesprochen, die Zusammenarbeit und der Umgang mit Lothar Christ wurden aber als “gut und respektvoll” (Vorsitzender Reinhard Stalz) bezeichnet. Martin Pausch, Ratsherr von der Partei Die Linke, unterstützt wie die SPD Lothar Christ.

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