Nordkirchen. Mit der Schließung der Hausarztpraxis Dr. Schumacher zum 31. März 2025 droht sich die medizinische Versorgung im Ortsteil Nordkirchen, gleichzeitig aber auch in der gesamten Gemeinde, spürbar zu verschlechtern. Die Gemeindeverwaltung arbeitet daher zurzeit intensiv daran, die absehbare Versorgungslücke schnellstmöglich zu schließen.
„Die medizinische Versorgung ist ein grundlegender Teil der Infrastruktur, die wir unseren Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen. Sie ist außerdem ein wichtiges Argument für Menschen von außerhalb, nach Nordkirchen zu ziehen“, macht Bürgermeister Dietmar Bergmann deutlich. Als zertifizierte familiengerechte Kommune sei es der Anspruch der Schlossgemeinde, ein verlässliches medizinisches Angebot vor Ort sicherzustellen, so Bergmann weiter. „Wir respektieren die Entscheidung von Frau Dr. Schumacher, müssen jetzt aber die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um eine neue Allgemeinmedizinerin, oder einen neuen Allgemeinmediziner für Nordkirchen zu finden.“
Aktuell ist die Gemeindeverwaltung in engem Austausch mit den Hausarztpraxen Dr. Homann in Nordkirchen und Dr. Etzold und Dr. Burghaus in Südkirchen. „Uns ist wichtig, dass wir gemeinsam mit den ansässigen Hausärzten eine für alle Seiten gute Lösung finden“, erklärt Wirtschaftsförderer Karim Laouari.
Parallel dazu steht die Gemeinde im Kontakt mit der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und versucht auch über andere Netzwerke, eine Nachfolge für die Praxis Dr. Schumacher zu finden. „Natürlich hängt letztlich alles davon ab, ob sich eine Allgemeinmedizinerin oder ein Allgemeinmediziner für den vakanten Sitz in Nordkirchen findet. Wir lassen aber nichts unversucht, damit diese Versorgungslücke möglichst schnell geschlossen wird“, sagt Dietmar Bergmann.