Donnerstag, August 11, 2022

Ascheberg zeigt wieder Flagge für den Frieden und gegen Atomwaffen

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Asche­berg. Ab dem 8. Juli 2022 weht vor dem Rat­haus der Gemein­de Asche­berg wie­der die Flag­ge des welt­wei­ten Bünd­nis­ses der Mayors for Peace. Mehr als 500 Städ­te in Deutsch­land zei­gen mit der Akti­on in die­sem Jahr ihre Soli­da­ri­tät mit der Ukrai­ne und set­zen sich für eine fried­li­che Welt ohne Atom­waf­fen ein.

Mit dem rus­si­schen Angriff auf die Ukrai­ne im Febru­ar die­ses Jah­res ist die euro­päi­sche Sicher­heits­ord­nung zer­stört wor­den. Die nuklea­ren Droh­ge­bär­den Russ­lands sind ein Tabu­bruch. Die ato­ma­re Bedro­hung ist so prä­sent wie lan­ge nicht mehr.

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Vor die­sem Hin­ter­grund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die ers­te Vertrags­staatenkonferenz des Atom­waf­fen­ver­bots­ver­tra­ges statt. Der Ver­trag war am 22. Janu­ar 2021 in Kraft getre­ten. Deutsch­land hat an der UNO-Kon­fe­renz als Beob­ach­ter teil­ge­nom­men. Die Mayors for Peace waren mit zahl­rei­chen Dele­gier­ten eben­falls ver­tre­ten. Hiba­ku­sha – Über­le­ben­de der Atom­bom­ben­ab­wür­fe auf Hiro­shi­ma und Naga­sa­ki – berich­te­ten über die bei­spiel­lo­se huma­ni­tä­re Kata­stro­phe, die der Ein­satz die­ser Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen verursachte.

Klaus van Roje, all­ge­mei­ner Ver­tre­ter des Bür­ger­meis­ters der Gemein­de Asche­berg: „Wir brau­chen drin­gend neue Impul­se für die nuklea­re Abrüs­tung. Des­halb set­zen sich die Mayors for Peace für den Bei­tritt wei­te­rer Staa­ten zum Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag ein. Mit dem His­sen der Flag­ge zei­gen wir in die­sem Jahr auch unse­re Soli­da­ri­tät mit der Ukraine.“

Am Flag­gen­tag erin­nern die Mayors for Peace an ein Rechts­gut­ach­ten des Inter­na­tio­na­len Gerichts­ho­fes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichts­hof stell­te fest, dass die Andro­hung des Ein­sat­zes und der Ein­satz von Atom­waf­fen gene­rell gegen das Völ­ker­recht ver­sto­ßen. Zudem stell­te der Gerichts­hof fest, dass eine völ­ker­recht­li­che Ver­pflich­tung besteht, „in red­li­cher Absicht Ver­hand­lun­gen zu füh­ren und zum Abschluss zu brin­gen, die zu nuklea­rer Abrüs­tung in allen ihren Aspek­ten unter strik­ter und wirk­sa­mer inter­na­tio­na­ler Kon­trol­le führen.“

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Orga­ni­sa­ti­on Mayors for Peace wur­de 1982 durch den Bür­ger­meis­ter von Hiro­shi­ma gegrün­det. Das welt­wei­te Netz­werk setzt sich vor allem für die Abschaf­fung von Atom­waf­fen ein, greift aber auch aktu­el­le The­men auf, um Wege für ein fried­vol­les Mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren. Mehr als 8.170 Städ­te gehö­ren dem Netz­werk an, dar­un­ter mehr als 830 Städ­te in Deutsch­land. Rund 500 Städ­te in Deutsch­land betei­li­gen sich in die­sem Jahr am Flaggentag.

Bild­un­ter­schrift:

Klaus van Roje setzt als all­ge­mei­ner Ver­tre­ter des Bür­ger­meis­ters ab dem 8. Juli mit der Flag­ge der Mayors for Peace am Rat­haus in Asche­berg wie­der ein Zei­chen für den Frie­den und gegen Atom­waf­fen. Foto: Gemein­de Ascheberg

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